Lookout Managing Director Thomas Labarthe

"Privatsphärenrichtlinien werden wichtig für Unternehmen"

22. Januar 2014
Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Mobile Systeme sind immer wieder im Visier von Angreifern. Thomas Labarthe von Lookout sieht aber in 2014 auch Änderungen beim Thema Privacy.

Die Edward-Snowden-Enthüllungen haben die Privacy-Debatte angefacht - und die macht auch vor App-Entwicklern, Firmen und Dienstanbietern nicht halt. Bislang haben viele Unternehmen ihre Privatsphärenrichtlinien in Anwaltsdeutsch und möglichst kleiner Schriftart entwickelt - auch um das Verstehen möglichst schwer zu machen. Wie Thomas Labarthe, Managing Director Europe des Sicherheitsanbieters Lookout, am Rande des DLD-Kongresses darstellte, geht sein Unternehmen tatsächlich seit letztem Jahr einen anderen Weg: Die Richtlinien wurden überarbeitet und vereinfacht, teilweise mit Logos und Piktogrammen versehen. Labarthe ist sich sicher, dass dies der Weg für die Zukunft ist. Die wichtigste Währung im Umgang mit den Kunden sei Vertrauen. Unternehmen, die sich künftig immer noch hinter Kleingedrucktem verstecken, setzen dieses Vertrauen aufs Spiel.

SMS-Trojaner als Geldbringer

Beim Bereich der Mobilen MalwareMalware sind aktuell vor allem SMS-Trojaner die Geldbringer. Laut Lookout-Manager Labarthe gibt es ganze organisierte Banden, die entsprechende Malware entwickeln, in Umlauf bringen (etwa indem sie infizierte Versionen populärer Apps bereitstellen), Nutzer infizieren und anschließend abkassieren. Alles zu Malware auf CIO.de

Handy-Diebstähle: Gefahr für Unternehmensdaten

SMS-Trojaner sind weniger eine Bedrohung für Unternehmen, Labarthe sieht stattdessen ein anderes Thema: den Diebstahl von Handys und SmartphonesSmartphones. In den USA wird mittlerweile bei jedem dritten Vergehen das Handy gestohlen. In Großbritannien, vor allem in London, liegt die Smartphone-Diebstahlsrate bei 60 Prozent. Aktuell geht es hier vor allem um Kleinkriminalität, Smartphones lassen sich einfach und leicht verkaufen. Kombiniert man diese Zahlen allerdings mit dem BYOD-Trend sieht man schnell, wie einfach Unternehmensinformationen in falsche Hände fallen können. Lookout plant daher weitere Funktionen für den Diebstahl von Smartphones - Unternehmen sollten auf jeden Fall entsprechende Features in ihren MDM-Lösungen aktivieren, testen und anwenden. Alles zu Smartphones auf CIO.de

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Themen: Malware und Smartphones

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