Produktdatensuche: Blättern statt Klicken

Product Information Management ist bisher Mangelware

10. Januar 2006
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Nur jedes fünfte deutsche Unternehmen verwaltet seine Waren bisher mit einem Product Information Management (PIM)-System. Dabei kann auf eine Vielzahl von Produkt-Daten zentral zugegriffen werden. Das Einsparpotenzial beim Personal liegt bei bis zu 85 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die der E-Commerce-Spezialist Hybris in Auftrag gegeben hat.

Mit einem elektronischen PIM soll es möglich sein, alle Informationen von Preis über Artikelbeschreibung bis zu Maßen und Gewicht auf einen Blick zusammenzufassen. Wie die Befragung unter 312 deutschen Unternehmen ergab, sind solche Daten bisher in verschiedenen Abteilungen verstreut, etwa in der Entwicklungsabteilung, dem Vertrieb, bei den jeweiligen Produkt-Managern oder im Warenwirtschaftssystem. So herrscht denn auch keine Einigkeit über die Begrifflichkeiten, das PIM wird auch als Product Ressource Management (PRM) oder Product Content Management (PCM) bezeichnet.

Folge: Industrie-Unternehmen brauchen für die Produktdatenpflege jährlich pro Artikel im Schnitt 176 Minuten. Mit einem PIM-System können sie das auf 25 Minuten reduzieren, so die Untersuchung.

Auf der Buy-Side arbeitet jeder Fünfte der Studienteilnehmer mit einer PIM-Lösung, auf der Sell-Side weniger als zehn Prozent.

Ein Blick auf die MedienMedien in der Kommunikation mit den Kunden der befragten Unternehmen zeigt die Dominanz der gedruckten Medien: Fast jedes der befragten Unternehmen (98,7 Prozent) verwendet Broschüren, 87,5 Prozent arbeiten zusätzlich mit Katalogen. Danach folgt die CD-ROM mit 67,5 Prozent vor den elektronischen Marktplätzen/Portalen mit 46,4 Prozent. Top-Firmen der Branche Medien

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