Projektmanagement


Projekte erfolgreich umsetzen

Projekt-Entwicklung mit Scrum

Björn Radon ist erfahrener Agile Coach/Expert Scrum Master bei Netpioneer, einem Dienstleister für Webprojekte in Karlsruhe.
Der globale Wettbewerb zwingt Unternehmen zu immer kürzeren Entwicklungszyklen. Die Projektplanung mit Scrum kann dabei ein nützliches Werkzeug sein, vor allem bei komplexen Software- und Produktentwicklungsprojekten.

Neue Produkte und Lösungen - egal ob im Bereich Software oder anderswo - müssen immer schneller auf den Markt gebracht werden - am besten, bevor die Konkurrenz soweit ist. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass Scrum als agile Projektmanagement-Methode großen Anklang findet.

Neben Produktqualität, Return-on-Investment (ROIROI) und der Umsetzung der Kundenerwartungen sind agile Methoden auch im Hinblick auf die Einhaltung vorgegebener Zeitrahmen deutlich effizienter als traditionelle Wasserfallmodelle. Dies belegt beispielsweise die Studie "2013 IT Project Success Rates Survey" des IT Management Consulting Unternehmens Scott Ambler und Associates. Ebenfalls macht es ein agiles Vorgehen für die Projektbeteiligten wesentlich einfacher, Veränderungen ursprünglicher Vorgaben zu berücksichtigen. Und die Erfahrung zeigt: Gerade bei umfassenden Projekten großer Unternehmen werden oft bis zu fünfzig Prozent der Vorgaben im Laufe des Projekts verändert. Alles zu ROI auf CIO.de

Da beim Einsatz von Methoden wie ScrumScrum ein großes Projekt in mehrere kleinere Teilprojekte - sogenannte Inkremente - aufgeteilt wird, ist die Umsetzung veränderter Vorgaben für das jeweilige Inkrement deutlich einfacher zu realisieren, als für ein komplexes Großprojekt. Die Aufteilung in überschaubare Teilprojekte - und somit die "Verkleinerung" - ist damit ein Erfolgsfaktoren, wenn es um die Realisierung umfassender Projekte geht. Diese Erkenntnis hat etwa die Standish Group bei ihrer aktuellen Analyse zum Erfolg von IT-Projekten, dem CHAOS Manifesto 2013, direkt in den Titel gepackt: "Think Big, Act Small". Alles zu Scrum auf CIO.de

In Scrum gibt es drei Rollen: Entwickler, Product Owner und Scrum Master, die zusammen das Scrum Team bilden. Der Product Owner achtet darauf, dass das Scrum Team das Richtige entwickelt und entscheidet, welche Features als nächstes umgesetzt werden. Dadurch sorgt dadurch dafür, dass das bestmögliche Produkt entsteht. Aufgabe der Entwickler ist es, das Produkt richtig zu entwickeln. Sie müssen in der Lage sein, das Produkt in der richtigen Qualität zu liefern. Was das konkret bedeutet, entscheiden sie in Abstimmung mit dem Product Owner. Der Scrum Master achtet unter anderem darauf, dass das Produkt in der angemessenen Zeit entsteht.
In Scrum gibt es drei Rollen: Entwickler, Product Owner und Scrum Master, die zusammen das Scrum Team bilden. Der Product Owner achtet darauf, dass das Scrum Team das Richtige entwickelt und entscheidet, welche Features als nächstes umgesetzt werden. Dadurch sorgt dadurch dafür, dass das bestmögliche Produkt entsteht. Aufgabe der Entwickler ist es, das Produkt richtig zu entwickeln. Sie müssen in der Lage sein, das Produkt in der richtigen Qualität zu liefern. Was das konkret bedeutet, entscheiden sie in Abstimmung mit dem Product Owner. Der Scrum Master achtet unter anderem darauf, dass das Produkt in der angemessenen Zeit entsteht.
Foto: Netpioneer

Die überschaubaren Teilprojekte werden gemäß ihrer Priorisierung schrittweise realisiert. Dabei kommt der Priorisierung eine bedeutende Rolle zu: Immerhin werden laut Standish Chaos Report 2006 nur 20 Prozent aller Features häufig genutzt, 30 Prozent hin und wieder genutzt und die Hälfte aller Features wird fast nie genutzt. Dies zeigt deutlich, dass eine konsequente Priorisierung von angeforderten und gewünschten Features nicht nur dazu beiträgt, Zeit- und Kostenrahmen einzuhalten, sondern auch dazu, dass sich der Einsatz der Ressourcen auf die wirklich wichtigen und benötigten Elemente konzentriert.

Regelmäßige Status-Updates, Überprüfungen und Anpassungen sorgen dann im Laufe des Projekts dafür, dass sowohl Erfolge als auch Fehlentwicklungen frühzeitig sichtbar werden und bei den folgenden Entwicklungsschritten berücksichtigt werden können. Aufgrund dieser Vorgehensweise können Unternehmen langwierige und kostspielige nachträgliche Änderungen vermeiden, die insbesondere bei großen Projekten ein häufiges Ärgernis darstellen.

Die offensichtlichsten Vorteile eines Scrum-basierten Projektmanagements sind eine hohe Transparenz, ein besserer Projektüberblick für alle Beteiligten und eine höhere Wertschöpfung. So verkürzt sich die Time-to-Market, da funktionsfähige Ergebnisse schneller vorliegen. Innerhalb eines sogenannten Sprints, mit einer Dauer von ca. zwei bis drei Wochen, wird ein klar definiertes Teilprojekt realisiert. Anschließend werden die Ergebnisse von allen Beteiligten analysiert - auch vom Auftraggeber (Product Owner). Durch den regelmäßigen und engen Austausch aller Stakeholder wächst so das gegenseitige Vertrauen: Der Auftraggeber sieht schneller und häufiger Ergebnisse, das Team bekommt regelmäßig Feedback und kann sicher sein, nicht über längere Zeit am gewünschten Produkt vorbei zu entwickeln.