Aktuelle Rolle des CIO

Projektmanagement-Skills dringend gesucht

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Bewegung auf dem CIO-Jobmarkt, Fachkräftemangel sowie Herausforderungen Mobility und Social Media. So lässt sich die Lage des CIO umreißen, wie eine Studie von Harvey Nash zeigt.
Mobile IT beschäftigt die CIOs schwer: So haben sich global die Prioritäten im vergangenen Jahr verändert.
Mobile IT beschäftigt die CIOs schwer: So haben sich global die Prioritäten im vergangenen Jahr verändert.
Foto: Harvey Nash

Die Rolle des CIOs ist bekanntlich einem stetigen Wandel unterworfen. Doch wie ist sie aktuell definiert? Andreas Rebetzky, CIO der Sto AG in Stühlingen, hat eine klare Vorstellung: „Die größte Herausforderung ist es, CollaborationCollaboration zwischen unseren Mitarbeitern, Kunden und Stakeholdern zu ermöglichen – in globalen Projekten innerhalb eines IT-Rahmens, der aus Social-On-Premise-Media und den Sicherheitsbeschränkungen im Internet besteht.“ Rebetzky ist eine deutsche Stimme unter knapp 2500 IT-Profis weltweit, die Harvey Nash für die mittlerweile 14. CIO-Umfrage befragte. Repräsentativ kann eine einzelne Stimme da gar nicht sein, aber Rebetzkys Aussage beinhaltet in jedem Fall einige der momentan prägenden Entwicklungen. Alles zu Collaboration auf CIO.de

Die Studie der Personalberater ist prall gefüllt mit spannenden Meinungsbildern auf internationaler und deutscher Ebene – zur Gehalts- und Karriereperspektiven beispielsweise, zu aktuellen Prioritäten und zur Rolle von Frauen in der IT. Die allgemein wohl wichtigste Erkenntnis ist allerdings, dass der CIO allen Unkenrufen zum Trotz innerhalb der Firmen an Gewicht gewinnt. „Die Relevanz der CIOs und IT-Führungskräfte in Deutschland steigt“, berichtet Udo Nadolski, Geschäftsführer von Harvey Nash Deutschland.

Berichtsweg an den CEO steigt

Fast jeder zweite deutsche CIO verantwortet mittlerweile globale Aufgaben in seinem Unternehmen. Im vergangenen Jahr gaben das nur 35 Prozent zu Protokoll. Außerdem berichten 37 Prozent der befragten Manager aus der Bundesrepublik jetzt direkt an den Vorstandschef – ein Zuwachs von 11 Prozentpunkten.

Gleichwohl besteht im internationalen Vergleich noch mancherlei Nachholbedarf. So bekleiden hierzulande nur noch 45 Prozent der Befragten einen Posten im operativen Vorstandsbereich gegenüber 49 Prozent in 2011. Global stieg dieser Wert von 42 Prozent in 2010 über 50 Prozent im vergangenen Jahr auf jetzt 52 Prozent. Weltweit berichtet außerdem eine Mehrheit direkt an den CEO. Im internationalen Trend liegt die Überzeugung, dass die Aufgaben des CIOs immer strategischer ausgerichtet sind. Sie wird in Deutschland von 69 Prozent vertreten – Tendenz leicht steigend.