Bandloses Archiv für TV, Video on Demand, IP-TV und Handy-TV

ProSiebenSat.1 baut digitalen TV-Pool

02. September 2008
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Bei der ProSiebenSat.1 Gruppe bereiten sich die Mitarbeiter auf eine große Umstellung vor. Ab Frühjahr 2009 soll das Bewegtbildmaterial des Medienkonzerns zusammen mit IBM in einem zentralen Pool aufgespielt werden und vieles erleichtern.
Am Hauptstandort Unterföhring entsteht das bandlose Archiv der ProSiebenSat.1 Gruppe.
Am Hauptstandort Unterföhring entsteht das bandlose Archiv der ProSiebenSat.1 Gruppe.
Foto: ProSiebenSat.1

ProSiebenSat.1 Produktion und IBMIBM bauen gemeinsam ein zentrales bandloses Archiv für den Medienkonzern auf. Ziel ist es, das gesamte Bewegtbildmaterial der ProSiebenSat.1 Gruppe bandlos, also in Form von Dateien, bereitzuhalten. Alles zu IBM auf CIO.de

Der Vertrag über diese Zusammenarbeit hat ein Volumen von rund vier Millionen Euro und wurde im August dieses Jahres unterzeichnet. Damit weitet die ProSiebenSat.1 Produktion ihre strategische Partnerschaft mit IBM aus. Ende März war der Konzern einen auf zehn Jahre angelegten 200 Millionen Euro Vertrag über die Auslagerung von IT-nahen Dienstleistungen mit IBM eingegangen. Die ProSiebenSat.1 Produktion ist ein vollständiges Tochterunternehmen des Medienkonzerns und stellt als technischer Dienstleister unter anderem Produktionsumfeld, Sendeabwicklung und IT-Landschaft zur Verfügung.

Der bandlose Materialpool soll ab Frühjahr 2009 sukzessive aufgebaut werden. Zuerst wird das als am wichtigsten eingestufte Material eingespielt. Die Sammlung soll dann kontinuierlich erweitert werden. Der Vertrag läuft so lange, bis das komplette System für den Materialpool und die dazugehörigen Workflows integriert und umgesetzt sind.

Das bandlose Archiv ersetzt Bänder durch Dateien. Ziel ist es, dass Mitarbeiter gleichzeitig auf dasselbe Material zugreifen, es sichten und bearbeiten können. Technische Qualitäts-Kontrollen sollen dann weitgehend automatisiert ablaufen. Was vorerst nur am Standort München-Unterföhring möglich sein wird, soll längerfristig auf Berlin und weitere Standorte in Europa ausgeweitet werden.