Trends in der Kommunikationsindustrie

Provider investieren in VoIP und digitalen Content

06. Dezember 2006
Von Tanja Wolff
Service-Provider planen im kommenden Jahr verstärkt in Kundenservice, die Netzinfrastruktur und in IP-basierte Dienste zu investieren. Zudem soll der digitale Content ausgebaut werden. Das ist das Ergebnis einer Befragung, die die Marktforscher von Frost & Sulllivan im Auftrag des Lösungsanbieters Amdocs durchgeführt haben.
Unternehmen werden mehr in die Netzinfrastruktur investieren.
Unternehmen werden mehr in die Netzinfrastruktur investieren.

Laut der Untersuchung erhöhen Service-Provider ihre Investitionen in den Kundenservice und in die Netzinfrastruktur, um die Kundenbindung zu optimieren. So planen 67 Prozent der Firmen mehr in den Kundenservice zu investieren. Das bedeutet, dass sich die Investitionen in diesem Bereich um durchschnittlich 31 Prozent erhöhen. Für die Netzinfrastruktur wird etwa ein Drittel mehr Geld ausgeben.

"Angesichts der Marktkonsolidierung, der fortschreitenden Konvergenz und des harten Wettbewerbs planen die Dienste-Anbieter für 2007, die Kundenerfahrung verstärkt in den Mittelpunkt zu rücken", sagt Michael Matthews, Chief Marketing Officer bei Amdocs. Die Verbraucher würden zielgruppengerechte Angebote sowie einen persönlichen, reaktionsschnellen Service erwarten. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, müssten die Provider erheblich investieren.

Aus diesem Grund werden die Anbieter zusätzliche IP-basierte Services auf den Markt bringen. Die Befragten zählen IPTV, digitales Fernsehen, Video-Content und Voice over IP zu den Top-Produkten 2007.

Mehr Fusionen

In Zukunft wird es mehr Fusionen und Akquisitionen unter den Service-Providern geben.
In Zukunft wird es mehr Fusionen und Akquisitionen unter den Service-Providern geben.

Der Umfrage zufolge werden Fusionen und Akquisitionen unter Service-Providern zunehmen. Firmen verfolgen diese Strategie, um ihr Portfolio an digitalen Angeboten auszubauen. Außerdem ist es ihnen wichtig, dass sie ihre Marktanteile in einem langsam wachsenden Markt vergrößern und Kostenvorteile (Economies-of-Scale) erzielen.

Ein Drittel der Befragten geht davon aus, dass ihr Unternehmen im kommenden Jahr fusionieren wird. Dabei stehen Breitband-Anbieter an der Spitze. Mehr als die Hälfte rechnet hier mit einer Fusion.

Für die Untersuchung befragte Frost & Sullivan im Auftrag des Lösungsanbieters Amdocs 200 Entscheidungsträger in den Vereinigten Staaten, Kanada und Großbritannien. Die Analyse umfasst Telekommunikations- und Satelliten-TV-Unternehmen, Mobilfunk- und VoIP-Anbieter, Internet Service-Provider sowie Mobile Virtual Network Operators.