Prognose steht

QSC zu Jahresbeginn weiter mit Verlust

11. Mai 2015
Der Netzbetreiber und IT-Dienstleister QSC steckt auch zu Jahresbeginn weiter in den roten Zahlen.

Der Verlust des Kölner TecDax -Unternehmens belief sich in den ersten drei Monaten auf 3,4 Millionen Euro, wie es am Montag mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte QSC noch einen Gewinn von 0,3 Millionen Euro erzielt, seitdem verliert die Gesellschaft jedoch Geld. Der Umsatz lag im ersten Quartal mit 104,7 Millionen Euro im Jahresvergleich vier Prozent niedriger, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) schrumpfte um ein knappes Drittel auf 9,1 Millionen Euro.

Zentrale der QSC AG in Köln
Zentrale der QSC AG in Köln
Foto: QSC

Die Finanzziele für das laufende Jahr bestätigte QSC. Der Umsatz soll weiter mindestens 400 Millionen Euro erreichen, das Ebitda mehr als 40 Millionen. Die Aktie gewann am Morgen 2,6 Prozent. In diesem Jahr hat das Papier fast fünf Prozent zugelegt, nachdem es vergangenes Jahr knapp 60 Prozent an Wert verloren hatte.

QSC plant schon seit geraumer Zeit, sein Geschäft weg vom DSL-Netzbetrieb mehr auf Dienstleistungen für den Mittelstand auszurichten. Allerdings kam der Verkauf neuer Produkte für die Cloud wie etwa Speicherlösungen und Dienste für die Zusammenarbeit über das Internet bislang nicht in Fahrt, mehrfach musste das Management die Prognose senken.

QSC-Vorstandschef Jürgen Hermann
QSC-Vorstandschef Jürgen Hermann
Foto: QSC

Um gegenzusteuern hat Vorstandschef Jürgen Hermann den Rotstift angesetzt, die jährlichen Kosten sollen bis 2017 um 25 Millionen Euro runter. Mit rund 100 Mitarbeitern habe sich das Unternehmen inzwischen auf ein Ende ihrer Beschäftigung geeinigt, hieß es. Geplant sind insgesamt 350 Stellenstreichungen. Die eingeleiteten Kostensenkungen werden sich den Angaben zufolge aber erst im zweiten Halbjahr niederschlagen. Gedankenspiele, sich vom DSL-Netz zu trennen, hat das Unternehmen wieder verworfen.

Von Januar bis Ende März erwirtschaftete QSC mehr als die Hälfte seiner Erlöse mit den Telekommunikationsangeboten über das eigene Netz, mehr als ein Drittel stammte aus Auslagerungsdiensten (Outsourcing) für den Mittelstand. Lediglich ein Prozent des Geschäfts wurde in der Cloud gemacht. Um die Sparte anzuschieben, hatte QSC Ende März zudem einen Führungsumbau in den Bereichen Vertrieb und operatives Geschäft angekündigt.

Der im März bekanntgegebene Vertrag für das IT-Outsourcing mit der Regionaltochter Süwag des Energiekonzerns RWE werde erst im kommenden Jahr zu nennenswertem Umsatz führen, hieß es. (dpa/tc)

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