Forrester: Gefahren durch BYOD

Ratschläge gegen Schatten-IT

19. Oktober 2012
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und seit 2006 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Information Worker nutzen Geräte und Applikationen geschäftlich und privat. CIOs sollten Sicherheits-, Compliance- und IT-Architektur-Modelle anpassen.

Zahlreiche Mitarbeiter in Unternehmen sind heute über mobile Geräte wie Smartphones und Tablets oder traditionelle Desktops fast ständig mit dem Internet verbunden. Für diese "Information Worker" verschwindet die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben immer mehr.

Die Anzahl der Information Worker wird weltweit von rund 555 Millionen Personen im Jahr 2011 bis 2016 um jährlich durchschnittlich 13 Prozent auf mehr als 860 Millionen ansteigen. Davon geht der Marktbericht "Info Workers Will Erase the Boundary Between Enterprise and Consumer Technologies" des US-Marktforschers Forrester Research aus.

Business- und Privat-IT nicht mehr zu trennen

Laut Forrester-Analyst Frank Gillet werden auf (mobilen) Endgeräten Business- und Privat-IT künftig nicht mehr zu trennen sein.
Laut Forrester-Analyst Frank Gillet werden auf (mobilen) Endgeräten Business- und Privat-IT künftig nicht mehr zu trennen sein.
Foto: Forrester

Schon heute führen 61 Prozent der Information Worker auf Endgeräten, die sie beruflich nutzen, auch persönliche Aufgaben und Prozesse durch, schätzt der Forrester-Analyst und Autor Frank Gillet. Viele Information Worker versuchen auch gar nicht, Arbeit und Privatleben voneinander zu trennen, sondern beides miteinander zu verbinden.

61 Prozent setzen mobile Devices oder PCs, die für das Business gedacht sind, sowohl beruflich als auch privat ein. Zwei Drittel unterscheiden bei den auf den Geräten installierten Applikationen nicht zwischen persönlicher und geschäftlicher Nutzung. Etwas mehr als die Hälfte davon erledigen geschäftliche Aufgaben auf drei oder mehr Geräten, darunter auch ihre privaten Mobilgeräte nach der Devise "Bring Your Own Device" (BYOD).