Geringere Kosten bei Virtualisierung

Red Hat tritt gegen VMware an

27. September 2011
Von Hartmut  Wiehr
Die Marktführerschaft von VMware ist unbestritten. Bis jetzt. Doch die Konkurrenz leistet zum Teil das Gleiche bei geringern Kosten.
Red Hat kann teilweise die gleichen Funktionen liefern wie VMware - nur günstiger. Bisher ist der Anbieter aber nicht aus der Linux-Nische herausgekommen.
Red Hat kann teilweise die gleichen Funktionen liefern wie VMware - nur günstiger. Bisher ist der Anbieter aber nicht aus der Linux-Nische herausgekommen.
Foto: Red Hat

Einst galt der Spruch für IBM, heute kann man ihn auf VMware anwenden: Kein IT-Manager muss sich Gedanken machen, wegen der Wahl von VMware-Virtualisierung gefeuert zu werden. Wer sich heute für diesen Hersteller entscheidet, ist auf der sicheren Seite – so wie man es einst mit der Infrastruktur von IBM war. VMware hat es geschafft, dass laut IDC 80 Prozent aller Installationen für Server-Virtualisierung mit seiner Software durchgeführt werden.

Doch der Eindruck könnte täuschen. Nicht nur Konkurrenten wie Microsoft oder Citrix sind aufgewacht und wollen etwas von dem großen Virtualisierungskuchen haben, auch kleinere Anbieter wie Red Hat können zunehmend darauf pochen, Anwender von den Vorteilen ihres divergierenden Ansatzes überzeugt zu haben.

Da ist zum Beispiel Salsa Labs, eine Online-Plattform für die Organisation von Interessens- und Basisgruppen in den USA, die sich für eine Nischen-Lösung von Red Hat entschieden hat. Wie Justin Nemmers, COO bei Salsa Labs, ausführt, erschien Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV) besser geeignet für die Bedürfnisse des Unternehmens.

Gleiche Leistung für weniger Geld

Nemmers räumt ein, dass RHEV und VMware über die gleichen Kern-Features verfügten, die man bei Salsa Labs brauchte. Für die gleiche Leistung müsse man bei Red Hat jedoch deutlich weniger bezahlen. Und dies sei der wesentliche Punkt für ein Unternehmen seiner Größenordnung gewesen, fügt Nemmers hinzu.

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