Kleine und mittlere Unternehmen mit Defiziten

Regelung bei Outsourcing-Vertragsende fehlt oft

06. August 2004
Von Detlef Scholz
Ein wesentlicher Vertragsfaktor beim IT-Outsourcing betrifft die Übergaberegelung bei Vertragsende oder -abbruch. Zwei von drei Unternehmen haben diese elementaren Regelungen nicht oder nur rudimentär in ihre Verträge aufgenommen. Darauf weist eine Multi-Client-Anwenderstudie von Lünendonk und Tech-Consult hin.

Vor allem bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen findet ein Beendigungs-Management kaum Berücksichtigung. Nur knapp 40 Prozent der outsourcenden Firmen mit einer Mitarbeiterzahl zwischen 500 und 999 haben die Modalitäten bei Vertragsende schriftlich geregelt. Liegt die Personalstärke zwischen 100 und 499 sinkt der Anteil sogar auf 28 Prozent. Für Betriebe mit 20 bis 100 Mitarbeitern konstatiert die Umfrage eine Beendigungs-Management-Quote von 30 Prozent. Lediglich größere Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern gehen mehrheitlich professioneller vor: Zwei von Drei besitzen Schwarz auf Weiß, was bei Ablauf ihrer Outsourcing-Verträge passieren soll.

Gut ein Drittel aller deutschen Unternehmen haben bereits ausgesourct.
Gut ein Drittel aller deutschen Unternehmen haben bereits ausgesourct.

"Die Regelungen im Falle des Ablaufs der Vertragsdauer, bei vorzeitiger Kündigung und unvorhergesehener Insolvenz sollten zu den wesentlichen Bestandteilen eines Outsourcing-Vertrages gehören", sagt Hartmut Lüerßen von Lünendonk. Es gelte, sowohl finanzielle und eigentumsrechtliche Aspekte als auch Ablaufmodalitäten der Übergabe zu bestimmen.

Im Rahmen der Multi-Client-Anwenderstudie: "OutsourcingOutsourcing Services in Deutschland 2004 – 2006" haben die Marktforscher von Lünendonk und Tech-Consult über 530 Unternehmen analysiert. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

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