PwC-Studie sieht Verbesserungsbedarf im Umfeld von ERP-Projekten

Reporting zu oft handgestrickt

16. Juni 2008
Von Nicolas Zeitler
Den meisten Unternehmen bringt der Einsatz von Programmen zum Enterprise Ressource Planning (ERP) deutliche Vorteile in Rechnungswesen, Einkauf oder Vertrieb. Allerdings bleiben die Verbesserungen vielerorts hinter den Erwartungen zurück. Die Gründe liegen laut einer Studie von Pricewaterhouse-Coopers (PwC) oft nicht beim Software-Hersteller, sondern bei den Anwendern. Ausbaufähig ist demnach in vielen Betrieben unter anderem die Auswertung der mit ERP-Systemen gewonnenen Daten.
Halbautomatisch oder manuell werden die Management-Reports in mehr als der Hälfte aller Unternehmen erstellt. Unterschiede gibt es je nach Fachbereich.
Halbautomatisch oder manuell werden die Management-Reports in mehr als der Hälfte aller Unternehmen erstellt. Unterschiede gibt es je nach Fachbereich.
Foto: PWC

Mehr als die Hälfte der Unternehmen erstellt der Umfrage zufolge Management-Reports noch immer von Hand oder halbautomatisch, etwa mit Excel. Eine generelle Unzufriedenheit lässt sich PwC zufolge daraus zwar nicht ableiten. Während in Finance & Accounting 85 Prozent mit dem Informationsgehalt ihrer Berichte zufrieden sind, sehen die Berater allerdings in den operativen Bereichen Handlungsbedarf.

Den haben auch viele Firmen erkannt. 59 Prozent wollen innerhalb der nächsten zwölf Monate Verbesserungen im ReportingReporting umsetzen. Weitere 13 Prozent planen das innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre. Gut jeder fünfte Befragte scheint indes mit dem Reporting in seinem Unternehmen zufrieden zu sein und hat keine Verbesserungen anberaumt. Alles zu Reporting auf CIO.de

Größter Kritikpunkt beim Reporting ist die Benutzerfreundlichkeit. 58 Prozent wollen sie verbessern. 57 Prozent der Firmen erwarten sich beim Reporting eine besser anpassbare Abbildung der Unternehmensstrukturen, 56 Prozent wünschen sich mehr Möglichkeiten, das Design der Berichte individuell anzupassen.

Was die ERP-Umgebung selbst angeht, will mehr als die Hälfte der Firmen binnen Jahresfrist tätig werden. 55 Prozent planen in diesem Zeitraum Verbesserungen, weitere 14 Prozent innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre.

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