Effizienter arbeiten mit Funketiketten

RFID-Chips sind weiter auf dem Vormarsch

17. Januar 2005
Von Tanja Wolff
Die Funkchips gewinnen im Bereich der schnurlosen Technologien weiter an Bedeutung. Das Marktforschungsunternehmen In-Stat geht davon aus, dass der Umsatz mit RFID-Tags von 300 Millionen 2004 auf 2,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2009 ansteigt. Da die meisten Unternehmen effizienter arbeiten wollen, müsse davon ausgegangen werden, dass die Funkchips künftig in vielen Bereichen benutzt werden.

Den größten Absatzmarkt für RFID-Tags sieht der In-Stat Analyst Allen Nogee bei den Zulieferketten. Mitverantwortlich für den Aufwärtstrend und führend bei der Einführung ist Wal-Mart. Der Konzern hat seine größten Zulieferer verpflichtet die Waren mit Funkchips auszustatten. Laut einer Studie der Unternehmungsberatung AMR Research wurde damit zwar für einen Boom auf dem RFID-Markt gesorgt, doch die Zulieferer investierten nur das Nötigste. Etwa 250 Millionen Dollar wurden ausgegeben, gerade so viel, um die Bedingung von Wal-Mart zu erfüllen.

RFID-Chips beginnen sich duchzusetzen.
RFID-Chips beginnen sich duchzusetzen.

Laut In-Stat werde es noch einige Jahre dauern, bis sich die Technologie richtig durchsetzt. Zurzeit seien die Etiketten zu teuer. Der Einzelpreis betrage zwischen 0,15 und mehr als 100 Dollar. Zudem verhandeln weltweit Regierungen und Gerichte jetzt erst über eine Lizenzierung. Einen weiteren großen Abnehmer sieht das Marktforschungsunternehmen bei den Konsumentenprodukten, obwohl damit in einen sehr privaten Bereich eingegriffen werde.

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