Zwei von drei Entscheidern beklagen Fachkräftemangel

RFID: Im Prinzip eine gute Sache - wenn nur die Fachleute da wären

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
RFID funkt und funkt und sendet doch keine klare Botschaft. Auf dieses Fazit lässt sich eine Studie von Comptia Research bringen. Demnach sind Entscheider von den Möglichkeiten der Technologie überzeugt - wie sie konkret zu nutzen sind, wissen aber die wenigsten. Als eines der größten Probleme gilt der Mangel an Fachkräften - und an Kunden.
Die Mehrzahl der Entscheider glaubt, dass RFID wegen des Fachkräftemangels nicht voran kommt.
Die Mehrzahl der Entscheider glaubt, dass RFID wegen des Fachkräftemangels nicht voran kommt.

"Es ist eine tolle Technologie. Wir steigen ein, sobald der richtige Zeitpunkt da ist - das heißt, wenn es denn jemand haben will!" Mit diesen Worten fasst einer der Befragten das Dilemma von RFID zusammen. Klingt ein bisschen wie ein Funkspruch von Radio Eriwan: Im Prinzip ja - aber …

Der Abers gibt es viele. So erklären 46 Prozent der Studienteilnehmer, es müssten erst Kunden für RFID-Lösungen gefunden werden. 44 Prozent geben an, das Personal sei noch nicht fit für den Umgang mit der Technik. 43 Prozent rechnen mit erheblichen Schwierigkeiten bei der Implementierung.

Dennoch: In all diesen Punkten sind die Vorbehalte im Vergleich zu einer ähnlichen Studie aus dem Vorjahr um sechs bis siebzehn Prozent der Nennungen zurückgegangen.

Die Zahl der aktiven Nutzer, die bereits mindestens ein RFID-Pilotprojekt am Start haben, nimmt sich mit acht Prozent bescheiden aus. 45 Prozent der Unternehmen geben an, sie hätten sich mit RFID bereits intensiv auseinandergesetzt, bisher aber nichts implementiert. 42 Prozent haben sich die Technologie noch nicht näher angesehen.

Zur Startseite