975 Millionen Dollar

Riesen-Wettbewerbsstrafe für Chiphersteller Qualcomm in China

10. Februar 2015
Der US-Chiphersteller Qualcomm muss in China wegen wettbewerbsrechtlicher Verstöße eine riesige Strafe von 975 Millionen Dollar zahlen.

Qualcomm werde die Entscheidung der chinesischen Kartellwächter nicht anfechten, teilte das auf den Mobilfunk spezialisierte Unternehmen am späten Montag mit (PDF-Links). Zudem werde sich Qualcomm bei den Lizenzgebühren, die es für die Nutzung seiner Chipsätze nimmt, künftig an die Vorgaben der chinesischen Behörden halten.

Qualcomms aktueller Flaggschiff-Chipsatz Snapdragon 810
Qualcomms aktueller Flaggschiff-Chipsatz Snapdragon 810
Foto: Qualcomm

China hatte im November 2013 eine Untersuchung gegen Qualcomm wegen des Verdachts der Verletzung des Anti-Monopol-Gesetzes eingeleitet. Der Hersteller von Smartphone-Chips wurde verdächtigt, seine Marktmacht ausgenutzt zu haben, um überhöhte Preise durchzusetzen. Auch in den USA und Europa befindet sich Qualcomm deshalb im Visier der Wettbewerbshüter.

Qualcomm-Chef Paul Jacobs
Qualcomm-Chef Paul Jacobs
Foto: Qualcomm

Qualcomms Investoren reagierten erleichtert auf das Ende des Konflikts in China, der es dem Konzern erschwert hatte, Lizenzgebühren im größten Smartphone-Markt der Welt einzutreiben. Die Aktie stieg nachbörslich um knapp drei Prozent. Qualcomm hatte nach der Einigung mit den Behörden zudem auch rasch die Umsatz- und Gewinnprognose angehoben. (dpa/tc)

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