IT-System unter der Lupe

Risiko Management - Erfolgsfaktor mit Schwächen

02. Januar 2008
Von Alexander Galdy
Jedes fünfte Unternehmen der Lebensmittel-Branche, das Risiko-Management (RM) bereits einsetzt, ist nicht von der Wirksamkeit des Systems überzeugt. Als belastend wird vor allem der organisatorische Aufwand bei der Implementierung empfunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Deloitte. Trotzdem lautet die Devise: ohne RM kein Erfolg.

"Wer erfolgreich sein will, muss Risiken kalkuliert eingehen", sagt Stefan Huckemann von Deloitte. Dafür ist ein funktionierendes Risiko-Management notwendig. Als integriertes, wertorientiertes Steuerungselement leistet ein solches System weit mehr, als nur den allgemeinen Vorgaben zu entsprechen. Es bietet beispielsweise die Basis zur Identifikation von Frühwarn-Indikatoren und ist eine Entscheidungshilfe für risikoreduzierende Maßnahmen, so der Berater.

Das sieht die Mehrheit der befragten Unternehmen genauso. Sie hält ein Risiko-Management für unverzichtbar. Dabei richten 81 Prozent der Studienteilnehmer ihre Strategie nach den Firmenzielen aus. Nur ein Drittel kann dies jedoch realisieren, was unter anderem an der Formulierung der Ziele liegt.

Mitarbeiter-Sensibilisierung für das Thema Risiko-Management.
Mitarbeiter-Sensibilisierung für das Thema Risiko-Management.

71 Prozent der Firmen wollen mit einem Risiko-Management in erster Linie gesetzliche Vorschriften erfüllen. Das trifft besonders auf börsennotierte Kapitalgesellschaften zu. Für 59 Prozent bedeutet das System vor allem eine Verbesserung des Unternehmenswertes.

Risiko-Strategie ist Chefsache

Generell ist Risiko-Management in fast allen Firmen Chefsache. Vorstand und Geschäftsleitung definieren dabei Ziele und StrategienStrategien, wobei aber auch die jeweilige Fachabteilung eine bedeutende Rolle spielen kann. Alles zu Strategien auf CIO.de