Ratschläge für Mitarbeiterförderung

Rolle der IT muss sich ändern

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Nur wenn sich die IT-Abteilung zum ebenbürtigen Business-Partner entwickelt, kann sie Akzente bei Prozessoptimierung und Mitarbeiterbindung setzen. So lautet das Fazit der Zukunftsstudie vom Berater Scopar.
Der Blick zu neuen Ufern: Diese sechs Trends bestimmen laut Scopar die künftige Entwicklung.
Der Blick zu neuen Ufern: Diese sechs Trends bestimmen laut Scopar die künftige Entwicklung.
Foto: Scopar

An der Relevanz der IT für die strategische Unternehmensentwicklung wird kaum ein CIO zweifeln. Dieser Punkt wird mittlerweile auch von Entscheidern, Wissenschaftlern und Beratern insgesamt erkannt.

Die Berater von Scopar aus München ermittelten in einer Zukunftsstudie aus mehr als 100 Gesprächen die sechs wegweisenden Themenfelder für die kommenden Jahre. IT-Optimierung ist einer davon – neben Mitarbeiterfokussierung, Prozessoptimierung, Kundenorientierung, Innovationssteigerung und Nachhaltigkeit.

Ziel sei es, die IT zum Business- und Change-Enabler zu entwickeln, proklamiert Scopar. Die IT-Business-Alignment-Frage halten die Berater dabei allerdings für überholt. Um den Anforderungen der Business-Seite zu genügen, müsse sich die Rolle des CIOs vom IT-Experten hin zum Geschäftspartner entwickeln. Die Unternehmens-IT zerfalle in zwei Teile: den herkömmlichen standardisierbaren Teil, der von Firma zu Firma austauschbar und dadurch auch auslagerbar sei, und eine IT, die auf Augenhöhe mit anderen Geschäftsbereichen agiere.

„Dieser Weg der zunehmenden Integration der IT als Business Partner kann nur über eine zunehmende Prozessintegration und die frühzeitige Einbindung der IT in den Managementprozess erfolgen“, heißt es in der Studie. „Das teilweise geforderte IT-Business-Alignment ergibt sich somit automatisch.“ Das entlastet die IT nach Einschätzung von Scopar von jeder Menge Ballast. Sie müsse ihren Nutzen nicht mehr besser darstellen, als er ist, ihre Kosten nicht mehr aufhübschen und sich nicht mehr um interne Leistungsverrechnung sorgen.

Betrieb und Projekte vollständig voneinander trennen

Alle IT-Kosten verursachungsgerecht zu verrechnen, lautet die dazu passende Handlungsempfehlung der Berater. Betrieb und ProjekteProjekte sollten personell und organisatorisch vollständig voneinander getrennt werden, optimierte Bereiche seien zum OutsourcingOutsourcing bestimmt. Ferner empfiehlt Scopar, Möglichkeiten für Cloud Computing und VirtualisierungVirtualisierung zu prüfen und verteilte Strukturen und mobile Anwendungen stärker zu unterstützen. Außerdem sollten für die IT klare Umweltziele gesetzt werden. Alles zu Outsourcing auf CIO.de Alles zu Projekte auf CIO.de Alles zu Virtualisierung auf CIO.de