Ex-Telekom-Chef

Ron Sommer kritisiert Nachfolger

28. Juli 2014
Der frühere Telekom-Chef Ron Sommer macht strategische Fehler nach seinem Weggang für viele Probleme des Bonner Konzerns verantwortlich.

Der Manager sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Kritik an dem von ihm zu verantwortenden Einstieg
in den US-Markt könne er bis heute nicht nachvollziehen. Die USA seien ein Traummarkt. "Der Fehler war, dass die Telekom nach meinem Weggang die USA ein paar Jahre massiv vernachlässigt hat, was
Investitionen angeht. Das dürfen sie in der schnelllebigen Telekommunikationsbranche nicht."

Ein anderer großer strategischer Fehler nach seinem Abgang sei der Rückzug vom russischen Markt gewesen. Der Verkauf der Telekom-Anteile am russischen Telekommunikationskonzern MTS habe zwar schnell Geld in die Kassen gebracht. "Aber heute wären die Anteile doppelt so viel wert und strategisch wäre man viel weiter", meinte er.

Kritiker werfen Sommer vor, den Einstieg in den US-Markt viel zu teuer bezahlt zu haben. Die Tochter T-Mobile USA war jahrelang das größte Sorgenkind des Konzerns. (dpa/rs)

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