Von 1G zu 5G

Rund alle zehn Jahre kommt eine neue Generation im Mobilfunk

24.10.2016
Von 1G - 5G: Lesen Sie, wie sich die Mobilfunkstandarts in Deutschland entwickelt haben und was für die nächsten Jahre zu erwarten ist.
Mobilfunkmasten haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zum gewohnten Anblick entwickelt.
Mobilfunkmasten haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zum gewohnten Anblick entwickelt.
Foto: Elena Ramburger - shutterstock.com

Ein öffentliches Mobilfunnetz in Deutschland, bei dem die Teilnehmer erstmals selbst die Nummern wählen konnten, wurde 1958 als "A-Netz" eingeführt. Inzwischen gibt es etwa alle zehn Jahre eine grundlegend neue technische Generation, die mit einer Ziffer und dem Buchstaben G bezeichnet wird. Die Branche unterscheidet bisher vier Hauptgenerationen, die aber durch wichtige Zwischenschritte ergänzt wurden:

  • 1G: analoge Sprachübertragung, A-Netz (1958), B-Netz (1972) und C-Netz (1986).

  • 2G: digitale Sprachübertragung im D-Netz (1992) und E-Netz (1993) mit dem GSM-Standard, die Übertragung erfolgt leitungsvermittelt, Bandbreite: 9,6 oder 14,4 KBit/Sekunde (KBit = Kilobit).

  • 2.5G: GPRS (2001), digitale Datenübertragung, die paketvermittelte Technik erreicht mit der Bündelung von mehreren GSM-Kanälen höhere Bandbreiten, meist bis 55 KBit/Sekunde.

  • 2.75G: EDGE (2006) - Weiterentwicklung von GSM durch Nutzung eines effizienteren Modulationsverfahrens, Bandbreite: meist bis zu 150 KBit/Sekunde. Das erste iPhone (2007) funkte im EDGE-Standard und machte Datenverbindungen auf dem Smartphone populär.

  • 3G: UMTS (2004) - Dieser Mobilfunkstandard ermöglicht durch eine neue Funkzugriffstechnik das gleichzeitige Senden und Empfangen mehrerer Datenströme, Bandbreite: zunächst bis 384 KBit/Sekunde.

  • 3.5G: HSPA (2006): Erweiterung von UMTS mit Bandbreiten bis zu 42 MBit/Sekunde (MBit = Megabit).

  • 4G: LTE (2010): Dieser Standard setzt auf der UMTS-Infrastruktur auf und wird mitunter auch als 3.9G bezeichnet. 4G kann dreistellige MBit-Werte/Sekunde erreichen. Ob das in der Praxis klappt, hängt jedoch auch daran, wie viele Nutzer sich die verfügbare Bandbreite innerhalb einer Funkzelle teilen müssen. Auch das LTE-A (LTE-Advanced) gehört mit Bandbreiten von mehreren 100 MBit/Sekunde ebenfalls noch zur 4. Generation.

  • 5G: Die fünfte Mobilfunkgeneration wird für 2020 erwartet, allerdings ist der neue Standard noch nicht verbindlich definiert und befindet sich noch in der Erprobung und Erforschung. 5G gilt als ein Schlüssel für dasvernetzevernetze Fahren, bei dem Autos mit anderen Autos, der Infrastruktur und Datenservern (Cloud) verbunden sind. Die TelekomTelekom und die Stadt Berlin arbeiten zum Beispiel an einem 5G-Testfeld. 5G ermöglicht Echtzeitkommunikation sowie deutlich höhere Datenraten von bis zu 10 GBit/Sekunde. Da der Megabit-Bereich mit dieser Technologie verlassen wird, ist bei 5G auch von der sogenannten Gigabit-Gesellschaft die Rede. (dpa/ad) Top-500-Firmenprofil für Telekom Alles zu Netzwerke auf CIO.de

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