Sinkende Preise, sinkende Erträge

RWE bricht das Stammgeschäft weiter weg

17. August 2014
Deutschlands zweitgrößter Energieversorger RWE leidet weiter unter dem Einbruch im Erzeugungsgeschäft. Sinkende Preise im Stromgroßhandel und der milde Winter schmälerten auch im ersten Halbjahr die Erträge in der einst wichtigsten Sparte der Essener.

Wie der DAX-Konzern am Donnerstag mitteilte, ging das um Sondereffekte bereinigte sogenannte nachhaltige Nettoergebnis um mehr als die Hälfte (62 Prozent) auf 749 Millionen Euro zurück - im zweiten Quartal gab es somit einen Verlust. Analysten hatten mit einem etwas geringeren Rückgang gerechnet.

Grund für den neuerlichen Einbruch ist neben dem operativen Geschäft ein positiver Sondereffekt aus dem vergangenen Jahr, der sich nicht wiederholt hat. Damals hatte RWE eine Kompensationszahlung des russischen Gasriesen Gazprom über etwa eine Milliarden Euro erhalten. Außerdem leisten verkaufte Unternehmensteile keinen nachhaltigen Beitrag mehr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging somit um 32 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zurück. Das betriebliche Ergebnis fiel um 40 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte RWE. (dpa/rs)

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