Microsoft-Deutschland-Chefin

Sabine Bendiek fordert mehr Tempo bei digitaler Transformation

16.03.2017
Microsoft hat bei der digitalen Transformation in Deutschland mehr Tempo angemahnt.

Die Veränderungen böten für alle Branchen und Einsatzbereiche riesige Chancen, sagte Sabine Bendiek, Chefin von MicrosoftMicrosoft Deutschland, der dpa. Doch die Entwicklung gerate kurz vor der Bundestagswahl derzeit ins Stocken. Nur mit Investitionen auf breiter Front werde ein "neues Wirtschaftswunder" gelingen. Dabei werde sich in den kommenden zwei Jahren entscheiden, ob die DigitalisierungDigitalisierung erfolgreich sei. "Wir müssen jetzt Gas geben und das Thema auf die politische Agenda setzen." Bund und Länder müssten sich auch vor der anstehenden Bundestagswahl im September auf eine gemeinsame Strategie verständigen. Alles zu Digitalisierung auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de

In der kommenden Woche will Microsoft auf der CeBIT in Hannover wieder verstärkt den Mittelstand adressieren. 3,65 Millionen mittelständische Unternehmen bildeten hierzulande die Basis für ein digitales Wirtschaftswunder, sagte Bendiek. Lösungen für die Digitalisierung will der Softwarekonzern in Hannover zusammen mit 40 Partnern präsentieren, ein eigener Stand ist lediglich der IT-Sicherheit gewidmet (Halle 6).

Aber auch die IT-Industrie sieht Bendiek in der Pflicht. Sie müsse für kleine und mittelständische Unternehmen die Vorteile der digitalen Lösungen besser herausstellen. "Auf der Angebotsseite müssen wir massiv vereinfachen und mit konkreten Beispielen auf die Kunden zugehen", sagte Bendiek. Auf der CeBIT wolle Microsoft gemeinsam mit seinen Partnern zahlreiche spezielle Lösungsansätze zeigen.

Ein Highlight soll dabei der Einsatz der HoloLens-Technik von Microsoft am Beispiel des mittelständischen Lackhersteller Bergolin werden. Mit HoloLens lassen sich über eine Datenbrille virtuelle Objekte in die reale Umgebung projizieren. Vor Ort werde der Microsoft-Partner Yaveon gemeinsam mit Bergolin zeigen, wie mit der Augmented-Reality-Brille die Echtzeitsteuerung der Produktion erfolgen könne, um etwa Arbeitsunterbrechungen zu verhindern und die Produktqualität zu erhöhen. (dpa/rs)

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