Hoffnung ruht auf Bestandskunden

SAP-Dienstleister wollen trotz Flaute Umsatz steigern

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
IT-Projekte fallen kleiner aus werden verschoben. Trotzdem erwarten IT-Dienstleister im SAP-Umfeld in diesem Jahr steigende Umsätze. Ergänzende Leistungen sowie Ausweitung von Projekten und Folgeprojekte sollen Geld in die Kassen spülen.

Deutsche Unternehmen stellen in der Wirtschaftskrise ihre IT-Investitionen auf den Prüfstand. 41 Prozent wollen im Jahr 2009 ihre IT-Ausgaben herunterfahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Ende 2008 durchgeführte Befragung des Marktforschers RAAD Research aus Münster unter 300 IT-Verantwortlichen in deutschen Firmen. 14 Prozent konnten die Folgen des Konjunktureinbruchs auf ihre eigenen IT-Budgets zum Zeitpunkt der Befragung noch nicht absehen.

Zielkonflikt: Umsatzplus trotz weniger Marketingbudget

Vor diesem Hintergrund untersuchten die Marktforscher nun in der Studie "Marketing Spending 2009“, welche Umsatzerwartungen IT-Dienstleister speziell im SAP-Umfeld im Jahr 2009 haben. Dafür wurden bei den IT-Anbietern 71 Marketingleiter mit Budgetverantwortung befragt.

Das überraschende Ergebnis: Trotz eines schwierigen Marktumfeldes geht rund die Hälfte der Befragten von steigenden Umsätzen aus. Acht Prozent erwarten für 2009 sogar ein deutliches Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr. 40 Prozent glauben, dass sich die Umsätze auf dem Vorjahresniveau bewegen, nur vier Prozent erwarten einen Einbruch bei den Einnahmen.

Die Umsatzsteigerungen müssen die IT-Dienstleister allerdings mit geringeren Ausgaben für Marketing und Vertrieb erreichen. Diese wurden nicht an die Umsatzerwartungen angepasst. Ein Viertel der befragten Marketing- und Vertriebsleiter rechnet mit moderat beziehungsweise deutlich niedrigeren Marketing-Budgets.