Viel Geld, aber keine Zeit für Freunde und Familie

SAP-Experten kündigen bei Beratungshäusern

07. August 2008
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Nie mehr aus dem Koffer leben - vier von fünf SAP-Experten liebäugeln mit einem Job-Wechsel vom Beratungshaus zum Anwender. Der Wunsch kommt spätestens dann auf, wenn sie eine Familie gründen wollen.

SAP-Experten haben auf dem IT-Arbeitsmarkt viele Möglichkeiten und damit auch die Qual der Wahl. Vor allem Beratungshäuser buhlen um die Fachkräfte. Sie locken mit vielen Geschäftsreisen, besserem GehaltGehalt und Karrierechancen. Doch nun ermittelte die St. Gallener Personalberatung Apentia: 70 bis 80 Prozent der SAP-Profis haben genug vom aufreibenden Beraterleben. Sie möchten zu einer Anwenderfirma wechseln und dort Arbeit und Privatleben besser vereinbaren. Alles zu Gehalt auf CIO.de

Mit Mitte 30 wechseln SAP-Experten

Anwender kommen spätestens dann als Arbeitgeber ins Spiel, wenn sich die Lebensplanung ändert und Familien gegründet werden. Das treffe für SAP-Experten im Alter von Mitte 30 auffallend häufig zu.

Der berufliche Wechsel von einem Beratungshaus zu einem Anwender bringt Vor- und Nachteile mit sich. Neben der verbesserten Work-Life-Balance stufen es viele SAP-Experten als positiv ein, ProjekteProjekte und Entwicklungen über einen längeren Zeitraum verfolgen zu können. Zudem bieten Anwender verschiedene Einsatzfelder für SAP-Fachkräfte: in der IT, in Fachabteilungen oder in so genannten Schnittstellenpositionen, für die Prozesskenntnisse benötigt werden. Alles zu Projekte auf CIO.de

Allerdings müssen sich die Job-Wechsler auf ein niedrigeres Gehalt einstellen. Anwender zahlen rund 15 Prozent weniger als Beratungshäuser. Ein weiteres Manko: Für SAP-Experten gibt es nur wenige Positionen mit Personalverantwortung. Wer sich als Führungskraft versteht, wird seine Ziele eher bei einem Beratungshaus realisieren können.