IT-Projektmarkt boomt

SAP-Freiberufler gesucht wie lange nicht

14. September 2010
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Freiberufliche SAP-Spezialisten bekommen momentan so viele Angebote wie schon lange nicht mehr. Überhaupt hat sich der IT-Projektmarkt bestens erholt, wie die Spezialisten von Gulp berichten. Allerdings stagnieren die Stundensätze noch.
Es geht aufwärts. Das zeigt die Trendanalyse von Gulp in aller Klarheit.
Es geht aufwärts. Das zeigt die Trendanalyse von Gulp in aller Klarheit.

Ist diese Krise wirklich ausgestanden? Diese enervierende Frage kann für den IT-Projektmarkt wohl guten Gewissens mit „ja“ beantwortet werden. Seit wenigen Wochen habe der seit längerem anhaltende Aufwärtstrend in vor der Finanz- und Wirtschaftskrise übliche Höhen geführt, berichtet Personalvermittler Gulp. Insbesondere SAP-Spezialisten profitierten davon.

Im Juli registrierte Gulp insgesamt 12.684 Projektanfragen. Das sind 16 Prozent mehr als im Juni und sogar 42,5 Prozent mehr als im Juli 2009. Erstmals seit zwei Jahren sei die 12.000-Marke geknackt worden, so Gulp.

Die von den Projektspezialisten ermittelte langfristige Index-Kurve weist den August 2009 als Tiefpunkt aus. In Folge der Rezession purzelte die Zahl der Projektanfragen auf unter 8.000 – ein einmalig niedriger Wert. Seither lässt sich ein positiver Trend ausmachen, der im Projektmarkt nicht überraschenden Schwankungen unterliegt. So kratzte die Zahl der ProjekteProjekte bereits im November 2009 an der 10.000-Grenze, im März dieses Jahres ging es nah an die 12.000 heran. Zwischendrin sackte die Kurve immer wieder ein, allerdings klettert der Wert offenbar in immer höhere Sphären. Alles zu Projekte auf CIO.de

Die Nachfrage nach SAP-Spezialisten bei Gulp krebste in den vergangenen zwölf Monaten konstant um die 2.000-Marke – mal lag sie etwas darunter, mal etwas darüber. Im Juli war nun erstmals ein signifikanter Anstieg auf 2.843 Anfragen zu verzeichnen.