Datenbank wechseln

SAP Hana nicht ausgereift – Oracle zu teuer

16. Oktober 2012
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Wer ein SAP-System auf eine neue Datenbank portieren will, sollte auf die Kosten achten. Die In-Memory-Datenbank SAP Hana passt nicht für alle SAP-Lösungen.

Wer im Galopp die Pferde wechselt, sollte darauf achten, dass der erwartete Nutzen größer ist als der Aufwand und das Risiko. Das gilt auch, wenn Unternehmen im laufenden SAP-Systembetrieb das bestehende relationale Datenbankmanagement-System (DBMS) durch ein anderes ersetzen wollen.

Laut Experton-Analyst Wolfgang Schwab braucht es bei SAP-Systemen gute Gründe für einen Datenbank-Wechsel.
Laut Experton-Analyst Wolfgang Schwab braucht es bei SAP-Systemen gute Gründe für einen Datenbank-Wechsel.
Foto: Experton Group

SAP-Anwenderfirmen sollten einen Datenbankwechsel nur dann in Betracht ziehen, wenn der Hersteller der aktuell eingesetzten Datenbank die Kombination aus Hardware und Betriebssystem zur Disposition stellt oder die Kosten für Datenbanklizenzen überproportional steigen. Das meint Wolfgang Schwab vom Marktforscher Experton Group aus München.

HP-UX Itanium und Sparc-Solaris werden obsolet

Handlungsbedarf sieht der Analyst derzeit insbesondere bei SAP-Anwenderunternehmen, die Unix-Betriebssysteme wie HP-UX Itanium von Hewlett Packard (HPHP) oder Sparc-Solaris-Server von OracleOracle einsetzen. Laut Experton Group werden diese mittelfristig obsolet sein. Diese Firmen sollten sich bereits jetzt Gedanken über die künftige Hardware- und Betriebssystem-Strategie für ihre SAP-Applikationen machen und dabei auch die Migration des DBMS einbeziehen. Alles zu HP auf CIO.de Alles zu Oracle auf CIO.de

Whitepaper: Der Nutzen des Chief Data Officers

Der Chief Data Officer (CDO) wird immer öfter zu einer zentralen Führungkraft in Unternehmen auf der ganzen Welt. Der Grund ist die zunehmende Relevanz von Daten. Denn Daten sind überall und allgegenwärtig; sie untermauern jede Transaktion, jeden Betrieb und jegliche Interaktion innerhalb und außerhalb von Organisationen. Daten sind aber auf eine Infrastruktur angewiesen, sie müssen gespeichert, archiviert, analysiert und gesichert werden. Dafür braucht es den CDO. In dieser IBM-Studie wird die Rolle des CDO durchleuchtet und gezeigt, welche Vorteile Unternehmen konkret von ihm haben.

Bei relationalen Datenbanken sei insbesondere die Einführung der Datenbanklösung IBM DB2 als Alternative interessant, zumal sie auf allen gängigen Betriebssystemen verfügbar ist. Auch IBM AIX komme als Zielplattform in Betracht.

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