Im Kampf gegen Oracle

SAP kauft Sybase

14. Mai 2010
Neue Runde im Kampf SAP gegen Oracle: Die Walldorfer wollen das kalifornische Unternehmen Sybase kaufen und sich damit den Zugang zu Mobilfunkkunden sichern.
SAP-Vorstandschef Jim Hagemann Snabe.
SAP-Vorstandschef Jim Hagemann Snabe.

Sybase ist ein direkter Konkurrent des US-Softwareriesen Oracle. Die Übernahme des auf mobile Datendienste spezialisierten Unternehmens kostet SAPSAP 5,8 Milliarden US-Dollar (4,6 Mrd Euro). Ziel sei es, «den Kunden Geschäftsdaten jederzeit auf jedem Gerät zur Verfügung zu stellen», sagte SAP-Vorstandschef Jim Hagemann Snabe am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Alles zu SAP auf CIO.de

Sybase verfügt über die nötigen Plattformen für die gängigen SmartphonesSmartphones von AppleApple oder dem Blackberry-Hersteller Research In Motion (RIM). Durch die Übernahme könne SAP seine Software schneller auch für mobile Endgeräte anbieten. Dadurch werde der Kreis der potenziellen Kunden deutlich vergrößert, teilte SAP mit. «Mit dieser Übernahme öffnen wir unsere Unternehmensanwendung mehreren hundert Millionen mobilen Nutzern», sagte Snabes gleichberechtigter Vorstandskollege Bill McDermott. Mit seinem Mobilgeschäft will Sybase in diesem Jahr 400 Millionen Dollar umsetzen. Alles zu Apple auf CIO.de Alles zu Smartphones auf CIO.de

Außerdem verfüge Sybase über ein umfangreiches Datenbankgeschäft, mit dem die Kalifornier im laufenden Jahr 800 Millionen Dollar Umsatz machen wollen. Damit stößt SAP in das Revier des großen Konkurrenten OracleOracle vor. Oracle selbst hatte sich als klassischer Datenbank- Hersteller in der Vergangenheit auf das Feld der Business-Software begeben und so SAP im ureigensten Geschäftsfeld Konkurrenz gemacht. Alles zu Oracle auf CIO.de

Finanziert werden soll das Geschäft mit vorhandenen liquiden Mitteln und einem 2,7 Milliarden Euro schweren Darlehen. Sollten SAP alle Sybase-Aktien angeboten werden, hätte das Geschäft ein Volumen von 5,8 Milliarden Dollar.