ROI und Projektlaufzeit

SAP, Oracle und Microsoft im Vergleich

03. August 2012
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Eine Studie von Panorama Consulting untersucht das Entscheidungsverhalten der Anwender sowie Wirtschaftlichkeit und Implementierungsdauer der ERP-Lösungen.

IT-Leiter, die eine neue ERP-Software einführen wollen, nehmen meist ein Produkt der drei führenden Anbieter in die engere Auswahl: MicrosoftMicrosoft Dynamics, OracleOracle E-Business Suite mit Peoplesoft und JD Edwards und SAPSAP ERP. Doch welche Lösung ist am besten geeignet? Wie lange dauert die Implementierung? Wann lässt sich mit dem Return on Investment (ROI) rechnen? Alles zu Microsoft auf CIO.de Alles zu Oracle auf CIO.de Alles zu SAP auf CIO.de

SAP meist engere Wahl

SAP-Software ist bei ERP-Projekten meist in der engeren Wahl. CIOs entscheiden dennoch häufig zugunsten von Oracle oder Microsoft.
SAP-Software ist bei ERP-Projekten meist in der engeren Wahl. CIOs entscheiden dennoch häufig zugunsten von Oracle oder Microsoft.
Foto: Panorama Consulting

Diese und noch mehr Fragen untersucht die Benchmark-Studie "Clash of the Titans 2012", welche die auf Enterprise Ressource Planning (ERP) spezialisierte US-Beratungsfirma Panorama Consulting Solutions mit Sitz in Centennial (Colorado) durchführte. Panorama Consulting hat für die Studie Antworten von mehr als 2000 ERP-Anwenderunternehmen aus 61 Ländern weltweit gesammelt und analysiert, die eine Lösung von Microsoft, Oracle oder SAP einsetzen. Die Daten für die Umfrage wurden zwischen Februar 2006 und Mai 2012 über die eigene Webseite erhoben.

Um ein Kernergebnis bereits vorwegzunehmen: Es gibt in dem Vergleich der drei ERP-Titanen keinen Sieger, denn jeder hat Stärken und Schwächen. So nehmen IT-Verantwortliche die ERP-Lösung von SAP häufiger in den ERP-Auswahlprozess aufnehmen als die ERP-Angebote der Wettbewerber. Bei 35 Prozent der Studienteilnehmer kommt SAP in die engere Auswahl, bei 24 Prozent ist es Oracle und bei 17 Prozent Microsoft Dynamics. Den Studienautoren zufolge kommt SAP aufgrund des hohen Marktanteils und dem Erkennungswert als Marke öfter in den Auswahlprozess als Oracle und Microsoft. Eine Rolle spielt hierbei auch, dass SAP mit rund 700 Industrie-spezifischen Lösungen eine breite Palette von vordefinierten Branchenpaketen im Portfolio hat.

ERP-Entscheidung: Oracle und Microsoft hängen SAP ab

Bei der Entscheidung für die spätere ERP-Software dreht sich der Spies jedoch um. Am Ende hat die ERP-Suite von Oracle am häufigsten die Nase in Auswahlverfahren vorn. 34 Prozent der Firmen geben ihr den Zuschlag, dicht gefolgt von Microsoft Dynamics mit 32 Prozent. "Nur" 28 Prozent entscheiden sich für ein SAP ERP-System. SAP ist dennoch mit einem Marktanteil von 22 Prozent immer noch der unangefochtene Spitzenreiter im ERP-Markt. Oracle kommt auf 15 Prozent und Microsoft auf zehn Prozent. Der restliche Marktanteil verteilt sich auf andere ERP-Anbieter.