Keine Kompromisse bei Enterprise Support

SAP reagiert verhalten auf Kundenproteste

07. November 2008
Vice President Software & SaaS Markets PAC Germany
Die SAP AG hat ihre künftige Wartungsstrategie vorgestellt. Damit antwortet das Unternehmen auf die Unruhe unter seinen Kunden. Einige Services werden nun klar beschrieben. An den steigenden Preisen und dem einheitlichen "Enterprise Support" wollen die Walldorfer allerdings festhalten.

Nachdem SAP im Sommer eine schrittweise Erhöhung der Wartungsgebühren auf 22 Prozent ankündigte, verändert das Unternehmen Art und Umfang des Services.

Der Konzern verlängert demnach sein Supportangebot für SAP ERP. An die Stelle der 5-2-1-Wartung tritt eine siebenjährige Supportunterstützung zum festgelegten Satz von 22 Prozent plus der Möglichkeit, den Service zwei weitere Jahre zu höheren Gebühren beziehen zu können. Das soll den Kunden Luft für die Implementierung und den Betrieb verschaffen.

Fernberatung für Enhancement Packages

Um Neuerungen in Form von Erweiterungspaketen (Enhancement Packages) besser implementieren zu können, erhalten die Anwenderunternehmen zudem pro Jahr fünf Tage Fernberatung.

Eine weitere konkrete Maßnahmen, die Walldorf im Leistungsumfang von Enterprise Support zudem beschreibt ist, dass der Kunde beim Customizing seiner Anwendung pro Lösung und Jahr zwei Fehlerquellenanalysen erhält, allerdings nur, wenn die Dringlichkeitsstufen "sehr hoch" und "hoch" gemeldet wurden. Wünscht der Kunde dies, bietet SAP auch pro Jahr einen Bericht zu Enterprise Support an.

ERP-Testaufwand reduzieren

Die im Rahmen des Enterprise Support bereitgestellten Methoden werden den Testaufwand für SAP-Anwender deutlich reduzieren, verspricht Uwe Hommel, Executive Vice President SAP Global Active Support.
Die im Rahmen des Enterprise Support bereitgestellten Methoden werden den Testaufwand für SAP-Anwender deutlich reduzieren, verspricht Uwe Hommel, Executive Vice President SAP Global Active Support.
Foto: Hommel

Best-Practice Empfehlungen für die Systemverwaltung sind nun ebenso im Leistungsspektrum festgelegt wie Hilfen beim System-Test. "Mit dem Solution Manager und als Teil der Konfigurationsvorlagen liefert SAP vorkonfigurierte Testbeispiele, um Kunden bei der Definition und Durchführung ihrer Test von SAP- und Fremdsystemen besser zu unterstützen", heißt es. Uwe Hommel, Executive Vice President Global Active Support, versprach den Anwendern, sie könnten mit den neuen Methoden den Testaufwand um bis zu 30 Prozent reduzieren.

Speziell mittelständische Unternehmen möchte SAP künftig mit einer gezielten Unterstützung zum Wechsel von R/3 auf SAP ERP bewegen. Hierzu arbeite man momentan gemeinsam mit den Anwendergruppen an einer Roadmap. Mit der Bereitstellung von Best-Practices sowie Voreinstellungen aus All-in-One-Lösungen soll den Kunden der Architekturwechsel leichter gemacht werden.

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