Die globale IT-Factory

SAP setzt auf die Industrialisierung seiner IT

Der Software-Konzern SAP hat sich gezielt einen CIO aus der Automobilbranche geholt, um IT-Prozesse zu industrialisieren und IT und Business zu integrieren.

Spät abends um 23 Uhr telefoniert CIO Uwe Herold noch anderthalb Stunden mit Kollegen an der US-Westküste. Über Nacht stellen sie eine Präsentation fertig und schicken sie nach Singapur. Dort prüfen und überarbeiten IT-Mitarbeiter die Präsentation. Am Tag darauf kommt morgens die Präsentation in Walldorf an, wo dort Kollegen der Präsentation den letzten Schliff geben. Geschafft: Um 17 Uhr nimmt Herold die Präsentation mit in die Videokonferenz und bespricht mit John Schwarz die Integration der IT von Business Objects.

Für Herold steht diese Art der Zusammenarbeit exemplarisch dafür, wie IT funktionieren soll: Zu jeder Zeit und an jedem Ort müssen alle Prozesse gleich ablaufen und von der nächsten Schicht weitergeführt werden können, follow the sun.

Ein Ergebnisse derartiger Zusammenarbeit ist das sogenannte Volume Business Center, ein für Business ByDesign Interessenten zugängliches SAPSAP Portal. Im bisher dominierenden Großkundengeschäft, mit Lizenzverträgen bis zu zweistelligen Millionenbeträgen, fallen die administrativen Vertriebsaufwände pro Auftrag nicht so stark ins Gewicht. Alles zu SAP auf CIO.de

Doch in den kommenden Jahren will SAP verstärkt Kunden im Mittelstand gewinnen. Das Geschäftsziel über alle Kundensegmente hinweg lautet, von jetzt 46.100 Kunden auf 100.000 Kunden im Jahre 2010 zu wachsen. Das soll unter anderem die neue Lösung SAP Business ByDesign stemmen, hier wird das Mittelstandsgeschäft zum Massengeschäft.