Stadtwerke München

SAP-Systeme automatisch synchronisiert

03. September 2012
Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Die Stadtwerke München setzen ein neues System ein, dass die verschiedenen SAP-Systeme weitgehend automatisch synchronisiert und das Einspielen von Support Packages steuert.

Die Stadtwerke München (SWM) zählen zu den größten Infrastrukturdienstleistern Deutschlands. Das Unternehmen versorgt die München und die Region mit Strom, Erdgas, Fernwärme, Wasser und Telekommunikationslösungen. Dazu betreiben die SWM ein Nahverkehrssystem sowie 18 Hallen- und Freibäder.

Auch Ladestationen für E-Autos wie den Mini E gehören zum Geschäft.
Auch Ladestationen für E-Autos wie den Mini E gehören zum Geschäft.
Foto: SWM

Der Betrieb dieser Infrastruktur verlangt nach einer leistungsfähigen IT. Die Stadtwerke setzen deshalb unter anderem auf SAP. Die Anwendungen werden von der Tochtergesellschaft SWM Services weiterentwickelt und gewartet. Zum Einsatz kommen, dem Prinzip einer verteilten Systemlandschaft entsprechend, getrennte IT-Systeme für die Entwicklung und den Produktivbetrieb.

Eine verteilte SAP-Landschaft ist für die Versorger wichtig. Denn nur durch den Aufbau zusätzlicher Entwicklungs- und Testsysteme neben der klassischen Drei-Systemlandschaft (Wartungslandschaft) können die Firmen die Dokumentationspflichten der Regulierungsbehörden im Rahmen der Unbundling-Anforderungen im Energiesektor erfüllen.

Die Probleme der SAP-Administratoren

Beim Betrieb sehen sich die SAP-Basis-Administratoren mit einigen Problemen konfrontiert: Die parallel geschalteten Entwicklungssysteme müssen regelmäßig mit der Wartungslandschaft abgeglichen werden. Die manuelle Durchführung der notwendigen Schritte ist zeitintensiv und fehleranfällig. Oft werden Excel-Tabellen gepflegt, um zu dokumentieren, welche Änderungen an welchem System und in welcher Anwendung vorgenommen wurden. Dabei ist die Gefahr groß, dass bei Neuentwicklungen Korrekturen und Schnittstellenänderungen unberücksichtigt bleiben und Geschäftsprozesse nicht mehr funktionieren.

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