ERP und Business Suite

SAP verspricht leichtere Software-Upgrades

05. Dezember 2008
Vice President Software & SaaS Markets PAC Germany
Neue Softwarefunktionen können Anwender von SAP ERP über Enhancement Packages (EhP) in Betrieb nehmen. Langwierige Release-Wechsel wie bei R/3 sollen der Vergangenheit angehören. Kunden begrüßen dies, können aber noch nicht abschätzen, ob der Softwarepflegeaufwand damit wirklich abnimmt.

Nach wie vor bleibt Enterprise Support ein rotes Tuch für die SAP-Kunden. Anwender sollen ab nächstem Jahr mehr für die Wartung zahlen. Sie erhalten dafür Leistungen, die sie aus ihrer Sicht nicht brauchen.

Daneben diskutiert SAP mit den Kunden über das künftige Update-Konzept der Anwendungen. Den Kern bilden hier Enhancement Packages. Mit den EhPs sollen Nutzer, die bereits SAP ERP einsetzen, neue Funktionen gezielt einspielen und aktivieren können, ohne dafür wie unter R/3 langwierige und kostspielige Release-Wechsel fahren zu müssen.

ERP-Erweiterungspaket im Lichte der Wirtschaftskrise

Für SAP ERP hat der Softwarekonzern nun das vierte EhP freigegeben. Es enthält unter anderem Erweiterungen zum Cash-, Liquiditäts- und Treasury-Management, die Unternehmen angesichts der Finanzkrise helfen sollen. Ein ERP Info Center auf dem Service-Marktplatz der SAP informiert die Nutzer, was an Funktionen in den Erweiterungspaketen steckt. Technischer Dreh- und Angelpunkt des Erweiterungsverfahrens ist der SAP Solution Manager.

SAP dehnt das EhP-Konzept nun auch auf die Business Suite aus. Das kommende Release 7.0 der Suite, das im November in "Ramp-up" (Einsatz bei ausgewählten Anwendern) gegangen ist, verfügt über das Feature. Damit sollen die Grenzen zwischen Applikationen durchgängiger werden. Anwender können nach SAP-Angaben ausgewählte Funktionen einführen und ausprobieren. Entsprechende Testszenarien sind in den Paketen enthalten.

Mit der neuen Suite-Version liefert SAP alle Bestandteile (CRM, PLM, SRM und SCM) zur gleichen Zeit aus. Früher hatte der Softwarenanbieter Funktionsbausteine zeitversetzt freigegeben. Die neue Regelung soll es Anwendern erleichtern, Softwareprojekte zu planen. "Bisher war das schwierig, da beispielsweise ERP- und CRM-Funktionen zu unterschiedlichen Zeiten zur Verfügung standen, was die Abstimmung neuer Funktionen mit Fachbereichen sowie die Einführung kompliziert hat", so Sven Denecken, Vice President Suite Solution Management. Wie bereits für ERP bringt SAP auch für die Business Suite 7.0 alle neun bis zwölf Monate ein Erweiterungspaket heraus. Anwender sind nach Herstellerangaben jedoch nicht gezwungen, diese Features zu aktivieren, sondern können dies nach Bedarf tun.

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