Einsparvolumen von 15 Millionen Euro angestrebt

SBS übernimmt IT von Hochtief

14. Juni 2004
Von Thomas Zeller
Der Baukonzern Hochtief lagert seine dezentralen IT-Systeme für den deutschsprachigen Raum an den Dienstleister Siemens Business Services (SBS) aus. Das sagte Hochtief-Sprecher Christian Gerhardus CIO-Online. Aus Branchenkreisen hieß es, der Konzern erwarte sich aus dem Vertrag 15 Millionen Euro Einsparungen. Diese Zahl wurde jedoch nicht offiziell bestätigt.

Der Outsourcing-Vertrag läuft zunächst fünf Jahre. Er zielt nach Firmenangaben auf eine verbesserte Steuerung zentraler Ressourcen und eine Senkung der Kapitalbindung ab. SBS wird zunächst 5200, später rund 6100 Arbeitsplätze betreuen. Hinzu kommen die Bereiche lokale NetzwerkeNetzwerke und dezentrale Serversysteme. Der IT-Dienstleister übernimmt zudem den Help Desk und konsolidiert die Serverlandschaft von Hochtief. Die von dem OutsourcingOutsourcing betroffenen Mitarbeiter sollen zu der Siemens-Tochter wechseln. Ihre Zahl liegt nach Informationen von CIO-Online im oberen zweistelligen Bereich. Alles zu Netzwerke auf CIO.de Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Hochtief lagert die Betreuung von 6100 Desktops aus.
Hochtief lagert die Betreuung von 6100 Desktops aus.

Hochtief will mit diesem Vertrag neben den Kosteneinsparungen auch die schon bestehende Partnerschaft mit dem Siemens-Konzern ausbauen. Der Baukonzern hatte Ende vergangenen Jahres unter anderem schon den Gebäudemanagement-Bereich von Siemens übernommen.

Im IT-Bereich von Hochtief arbeiten damit künftig sogar zwei Anbieter: Bisher ist bereits Cap Gemini für den Essener MDAX-Konzern tätig. Schwerpunkt dieses Outsourcing-Vertrages sind jedoch die zentralen Applikationen wie beispielsweise die SAP-Anwendungen.

SBS bekommt beim Outsourcing der dezentralen IT-Systeme von Hochtief den Zuschlag.
SBS bekommt beim Outsourcing der dezentralen IT-Systeme von Hochtief den Zuschlag.

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