Führungswechsel

Schaeffler CEO Jürgen Geißinger muss gehen

13. September 2013
Der Ende 2014 auslaufende Vertrag des Vorstandsvorsitzenden wird nicht verlängert.

Nach 15 Jahren mit Jürgen Geißinger an der Spitze steht der Automobilzulieferer Schaeffler vor einem Führungswechsel. Die Eigentümer des Herzogenauracher Konzerns, Maria-Elisabeth Schaeffler und ihr Sohn Georg, wollten den Ende 2014 auslaufenden Vertrag des Vorstandsvorsitzenden nicht mehr verlängern, berichtet manager magazin online.

Der Aufsichtsrat habe die Personalie zwar noch nicht abgesegnet, heißt es in Konzernkreisen. Auch die Nachfolge sei bislang nicht geklärt. Aber insbesondere Maria-Elisabeth Schaeffler wolle jetzt Klarheit schaffen. Sie habe bei Geißinger zuletzt insbesondere Geradlinigkeit vermisst.

Die Schaefflers sind Alleineigentümer des Unternehmens. Widerstand der Kontrolleure ist nicht zu erwarten. Geißinger hatte die Schaeffler-Spitze 1998 übernommen. Unter seiner FührungFührung war der fränkische Kugellager-Spezialist auf einen Umsatz von 11 Milliarden Euro gewachsen. Seit die Übernahme-Attacke auf den größeren Konkurrenten Continental jedoch in eine existenzbedrohende Verschuldung mündete, gilt Geißinger intern als angezählt. Alles zu Führung auf CIO.de

Den Ausschlag gegen eine Vertragsverlängerung habe jetzt gegeben, dass Geißinger für Maria-Elisabeth Schaeffler "kein Mann der Zukunft" sei, heißt es in Herzogenaurach. Insbesondere mit seinem autoritären Stil war Geißinger immer wieder angeeckt. Einige Vorstandskollegen bei Schaeffler seien genau so wenig mit ihrem Chef klar gekommen wie die Continental-Spitze um den Hannoveraner Konzernchef Elmar Degenhart, heißt es. Schaeffler hält noch immer knapp 49,9 Prozent der Conti-Anteile. (manager magazin)

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