Anforderungen an Bewerber

Schlechte Karten für IT-Absolventen

10. März 2010
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
2009 sank in jedem zweiten Unternehmen der Bedarf an Absolventen von IT-Studiengängen. In den kommenden fünf Jahren soll die Nachfrage wieder steigen. Eine Studie zeigt, welche Absolventen gefragt sind und was sie können sollten.

Die JobTrends Studie vom Personalmarketing-Anbieter Staufenbiel zeigt, womit Bewerber ihre Konkurrenz hinter sich lassen können. Gefragt sind Akademiker mit einem wirtschaftlichen Schwerpunkt. Die vier begehrtesten Fachrichtungen bei Arbeitgebern sind Wirtschaftswissenschaften (55 Prozent), Betriebswirtschaftslehre (51 Prozent), Wirtschaftsingenieurwesen (47 Prozent) und Wirtschaftsinformatik (42 Prozent).

Die Aussichten für IT-Absolventen soll sich in den kommenden fünf Jahren verbessern
Die Aussichten für IT-Absolventen soll sich in den kommenden fünf Jahren verbessern
Foto: MEV Verlag

Auf den weiteren Plätzen folgen Absolventen ohne Wirtschaftsschwerpunkt. Informatiker liegen mit 41 Prozent auf Platz fünf der begehrtesten Fachrichtungen. Auf Platz sechs und sieben folgen Maschinenbauer (39 Prozent) und Elektrotechniker (34 Prozent). 22 Prozent der Firmen suchen Rechtswissenschaftler, 17 Prozent Mathematiker.

Es ist aber durchaus so, dass Absolventen von IT-Studiengängen die Wirtschaftskrise spüren. 2009 ging fast die Hälfte aller Unternehmen mit Bedarf an Informatikern davon aus, dass die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr rückläufig oder stark rückläufig sein wird. Bei 39 Prozent der Firmen bleibt der Bedarf an Informatikern gleich. Immerhin 14 Prozent der Arbeitgeber berichten von einem steigenden oder stark steigenden Bedarf an IT-Absolventen.

In den kommenden fünf Jahren sollen die Aussichten für Informatiker besser werden. Dann soll der Bedarf an IT-Absolventen in 47 Prozent der Unternehmen steigend oder stark steigend sein. In 40 Prozent der Firmen bleibt die Nachfrage gleich hoch, in 13 Prozent geht sie zurück.