Experton-Studie

Schlechte Prognose für Software-Markt 2012

12. September 2011
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Der Markt für Firmensoftware entwickelt sich unterdurchschnittlich. Eine Ursache: Vor allem kleine Unternehmen treten beim Kauf von Lösungen auf die Bremse.

Der deutsche Business-Software-Markt entwickelt sich im Vergleich zum gesamten IT-Markt für Unternehmenskunden derzeit nur unterdurchschnittlich. Das geht aus einer Erhebung von Experton zum B2B-IT-Markt hervor.

Für 2012 prognostizieren die Analysten insgesamt ein Wachstum von 3,3 Prozent auf etwa 92 Milliarden Euro. Treiber sind eindeutig die IT-Services, die bereits die Hälfte des Marktes ausmachen. Für dieses Segment sagt Experton ein Plus von über 5 Prozent voraus. Im schwächelnden Hardware-Bereich erwarten die Analysten hingegen lediglich einen Zuwachs um 0,5 Prozent.

Es sind die ganz kleinen und die ganz großen Firmen, die den IT-Markt hierzulande tragen. Das zeigt diese Grafik deutlich.
Es sind die ganz kleinen und die ganz großen Firmen, die den IT-Markt hierzulande tragen. Das zeigt diese Grafik deutlich.
Foto: Experton

Wie die Hardware nimmt die Software in etwa ein Viertel des Gesamtkuchens ein. Experton prognostiziert für dieses Segment lediglich ein Wachstum von 2,5 Prozent. Der B2B-Software-Markt hätte dann im kommenden Jahr ein Volumen von 23,9 Milliarden Euro.

Wie sich der Software-Kuchen verteilt

Über ein Drittel davon entfällt laut Prognose auf Applikationen. Application-Middleware schlägt mit 19 Prozent zu Buche. Infrastruktur-Software ist mit gut 16 Prozent das drittgrößte Teilsegment. Es folgen Betriebssysteme mit 13 Prozent, System-Middleware mit 9 Prozent und Telekommunikationssoftware mit 8 Prozent.

Zur Startseite