Stress und Burnout

Schlechte Work-Life-Balance verjagt Mitarbeiter

16. April 2012
Von Kolja Kröger
Bieten Firmen keinen Ausgleich zum Arbeitsstress, laufen Mitarbeiter davon. Das sagen Personaler laut Studie der BWA - und bestätigen damit andere Umfragen.
Nicht hinterherkommen mit der eigenen Arbeit: Stress und Überlastung verscheuchen gute Mitarbeiter, sind sich mehrere Studien einig.
Nicht hinterherkommen mit der eigenen Arbeit: Stress und Überlastung verscheuchen gute Mitarbeiter, sind sich mehrere Studien einig.
Foto: MEV Verlag

Unternehmen verlieren Mitarbeiter, wenn sie ihnen keine angemessene Work-Life-Balance bieten. Dieser Aussage stimmten in einer Studie des Trainingsanbieters Bonner Wirtschaftsakademie (BWA) drei von vier der befragten Personalmanager zu: 52 Prozent bejahten sie teilweise und 26 Prozent voll und ganz. Das zeigt, dass es im Kampf gegen den Fachkräftemangel entscheidend ist, sich mit Fragen wie BurnoutBurnout und familienfreundlichen Arbeitszeiten zu befassen. Alles zu Burnout auf CIO.de

Die Sorge der befragten Human-Ressources-Experten ist akut: So sieht fast die Hälfte von ihnen eine verbesserte Work-Life-Balance im Unternehmen als größte Herausforderung im Personalmanagement, gefolgt von Coaching für Führungskräfte mit 38 Prozent. Das ergibt Sinn, scheinen Führungskräfte der Erhebung zufolge doch besonders stark unter Überlastung zu leiden. Nur ein Viertel stimmte dieser Aussage wenig bis gar nicht zu. Für die Studie "Personalmanagement 2012" wurden 100 HR-Manager befragt.

Digital Natives ist Work-Life-Balance wichtiger als ihren Chefs

Diese Ergebnisse decken sich mit dem, was die Managementberatung Kienbaum in einer Befragung herausgefunden hat: Work-Life-Balance sehen 74 Prozent der deutschen Unternehmen demnach als entscheidendes Werkzeug, um Talente an die Firma zu binden. Sieht man sich die Führungskräfte in den Abteilungen an, nutzt nur knapp die Hälfte von ihnen flexible Arbeitszeitmodelle oder Programme für die Work-Life-Balance, um die Leistungsfähigkeit der eigenen Mitarbeiter zu fördern. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage des Personaldienstleisters Hays.

Hier zeigt sich ein Generationenwechsel: Wie kürzlich berichtet, hat das Thema Work-Life-Balance bei der Generation der zwischen 1965 und 1978 Geborenen einen geringen Stellenwert als zum Beispiel bei der Generation YGeneration Y (1979 bis 1999). Die Generation Y, das sind die Digital Natives, die jetzt von den Universitäten kommen oder bald eine Ausbildung beginnen. Alles zu Generation Y auf CIO.de

Zur Startseite