Hightech-Industrie

Schlechtes IT- und Personal-Management

24. Januar 2011
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Unternehmen aus der Elektronik- und Hightech-Branche haben ein schlechtes Recruiting. Auch die IT-Systeme sind veraltet. Als Arbeitgeber wenig attraktiv, wider besseres Wissen.

Unternehmen aus der Hightech- und Elektronikbranche sind für den weltweiten Wettbewerb schlecht aufgestellt. Sie haben zum einen große Defizite beim Personalmanagement und bei der Rekrutierung von Top-Absolventen sowie hervorragenden Mitarbeitern.

Firmen aus der Hightech- und Elektronikbranche ist die die Rekrutierung hochqualifizierter Mitarbeiter weniger wichtig. Sie setzen vor allem auf bessere Kundenbeziehungen und Kostensenkungen.
Firmen aus der Hightech- und Elektronikbranche ist die die Rekrutierung hochqualifizierter Mitarbeiter weniger wichtig. Sie setzen vor allem auf bessere Kundenbeziehungen und Kostensenkungen.
Foto: Accenture

Starken Nachholbedarf haben Hightech- und Elektronikunternehmen auch beim Einsatz und der Nutzung zukunftsgerichteter Informationstechnologien angeht. Nicht zuletzt fehlt es am notwendigen Eigenkapital zur Finanzierung der Wachstumsstrategien.

Wenig attraktiv für die besten Talente

Diese Kernergebnisse präsentiert das Management- und Technologie-Beratungshaus Accenture in der Studie "The future of electronics and High Tech. Developing international operating models for the next era of competition". 53 Prozent der im Rahmen der Untersuchung befragten COOs (Chief Operating Officer) gaben an, dass die Mitarbeiter ein wichtiges Kapital sind, um sich auch in der Krise gegenüber den Wettbewerbern zu differenzieren.

Zum Vergleich: Als wichtigste Maßnahme zur Überwindung der Wirtschaftskrise bezeichneten 87 Prozent eine Stärkung und Verbesserung der Zusammenarbeit mit Kunden, noch vor Kostensenkungen (83 Prozent). Lediglich 17 Prozent glauben, dass ihre Firma weltweit für die besten Mitarbeiter und Absolventen wirklich attraktiv ist.