Phoenix Gruppe

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30. März 2006
Riem Sarsam ist IDG-Redakteurin und leitet verantwortlich das CIO Leadership Excellence Program (LEP), eine exklusive Fortbildung für IT-Manager, gemeinsam veranstaltet von CIO und der WHU – Otto Beisheim School of Management .
Sie ist die Drehscheibe zwischen den Pharmaherstellern und den Apotheken. In Europa beliefert die Phoenix Gruppe täglich etwa 40.000 Apotheken aus einem Sortiment von bis zu 100.000 Artikeln. Ohne IT stünde die Medikamentenversorgung still.
Verwaltungszentrale der Phoenix-Gruppe in Mannheim
Verwaltungszentrale der Phoenix-Gruppe in Mannheim

Der Markt für Arzneimittel ist kein normaler Markt. Nicht der Bedarf von Verbrauchern bestimmt das Geschehen, sondern das Verschreibungsverhalten der Ärzte. Hinzu kommt die Verpflichtung der Großhändler, eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung sicher zu stellen. Das bedeutet, dass die regional verteilten Lager voll sind mit vielen Pharmazeutika, die regelmäßig gebraucht werden, und mit noch mehr Produkten, die lediglich sporadisch nachgefragt werden. Insgesamt gibt es derzeit rund 120.000 registrierte Darreichungsformen von Arzneimitteln.

Warenwirtschaft und Logistik sind daher die zentralen Themen, die die Prozesse des Pharmagroßhandels bestimmen. Die Anbindung an die Apotheken muss ebenso sichergestellt sein, wie die Möglichkeit, Medikamente in kürzester Zeit zur Verfügung stellen zu können. Dass IT hierbei eine immer wichtigere Rolle zukommt, wird nicht bestritten. Konkret zur IT-Strategie äußern möchte sich allerdings niemand bei Phoenix. Doch immerhin widmet der jüngste Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2004/05 dem Thema ein eigenes Kapitel.

Demnach prägten Harmonisierung und Optimierung das vergangene Jahr für die IT der Phoenix Gruppe. Neben unterschiedlichen IT-Systemen in den einzelnen Ländern kämpfte die Gruppe auch mit verschiedenen Qualitätsstandards. Europäische Akquisitionen aus den vergangenen Jahren mussten daher ebenso in die Firmensysteme eingebunden werden wie neue Geschäftsfelder, etwa der Ausbau der Pre-Wholesale-Aktivitäten.

"Best-practise war bei der Integration wie in allen Unternehmensbereichen die Leitidee bei der Vernetzung und Vereinheitlichung der Steuerungssysteme", so der Geschäftsbericht. Je nach Notwendigkeit entschied sich Phoenix sowohl für Standardlösungen wie SAPSAP im Rechnungswesen als auch für Eigenentwicklungen, etwa beim Warenwirtschaftssystem (WWS). Auf diese Weise sei es gelungen, die IT-Kosten "deutlich unter dem Industriedurchschnitt von 0,4 Prozent des Nettoumsatzes zu halten." Bei Einnahmen von knapp 18 Milliarden Euro gibt Phoenix demnach weniger als 70 Millionen Euro für IT aus. Alles zu SAP auf CIO.de

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