Nebenbuchhaltung wird ausgelagert

Schott schließt Siebenjahresvertrag mit HP ab

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
HP übernimmt ab Anfang Juli Teile des Finanz- und Rechnungswesens vom Mainzer Technologie-Konzern Schott. Ein entsprechendes Outsourcing-Abkommen über sieben Jahre gaben die Unternehmen jetzt bekannt. Über das Volumen des Vertrags schweigt man sich allerdings aus.
Thomas Schöning, Bereichsleiter Corporate Controlling and Accouting bei Schott
Thomas Schöning, Bereichsleiter Corporate Controlling and Accouting bei Schott

Der Dienstleister wickelt nun die Kreditoren-, Debitoren- und Anlagebuchhaltung sowie das operative Investitions-Controlling und die Reisekostenabrechnung für Schott ab. Dabei will Jörg Vollmer, Direktor Business Process OutsourcingOutsourcing (BPO) bei HPHP, den Standort Mitterteich in Bayern als "deutsches BPO-Zentrum für Finanz- und Rechnungswesen etablieren". Dort steht bereits ein Financial Shared Service Center, in dem Schott seit vier Jahren seine Aktivitäten der Nebenbuchhaltung bündelt. Es scheint sich gelohnt zu haben: Nach den Worten von Thomas Schöning, Bereichsleiter Corporate Controlling and Accounting bei Schott, wurde die Effizienz um 15 Prozent gesteigert. Alles zu HP auf CIO.de Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Jörg Vollmer, Direktor Business Process Outsourcing bei HP
Jörg Vollmer, Direktor Business Process Outsourcing bei HP

Nun sah das Unternehmen das Potenzial zur Verbesserung aus eigener Kraft aufgezehrt und entschied sich zum Outsourcing des Shared Services Centers. Laut Schöning kamen mehrere deutsche und internationale Service-Provider in Betracht. Der Zuschlag sei unter anderem deswegen an HP gegangen, weil die Böblinger zugesagt haben, Schott-Mitarbeiter zu übernehmen.

Diese 35 Mitarbeiter haben nun wohl das große Los gezogen, bleiben ihre Bezüge bei unbefristeten Arbeitsverträgen doch laut HP "mindestens auf dem gleichen Niveau". Sie werden in Mitterteich nicht nur für Schott, sondern auch für andere HP-Kunden arbeiten.

Schott verspricht sich durch das Auslagern der Nebenbuchhaltung Einsparungen von 20 Prozent. HP will dies auf drei Wegen erreichen: Über Prozessoptimierung, den Einsatz von Technologie wie zum Beispiel Workflow Management Tools und die Nutzung eigener Nearshore- und Offshore-Kapazitäten.

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