Stolperfallen geschickt umgehen

Schritt für Schritt zur erfolgreichen IT-Strategie

18. Juni 2007
Von Alexander Galdy
IT-Strategien sollen Unternehmen fit für die Zukunft machen. Oft bleibt es beim Wunsch, da es schon vor der Planung Probleme gibt - und die sind meist hausgemacht. Das Beratungsunternehmen Experton Group hat deshalb die sechs kritischen Meilensteine bei der Entwicklung einer IT-Strategie zusammengestellt.
Raymond Tischendorf, Director Advisor bei der Experton Group.
Raymond Tischendorf, Director Advisor bei der Experton Group.
Foto: Daniel Gerster

Eine erfolgreiche IT-Strategie scheitert meist daran, dass die IT-Kräfte in einem Unternehmen nicht gebündelt in eine Richtung arbeiten. Immer wieder kommt es dadurch zu zahlreichen Problemen und unerwarteten Risiken. Dabei ist der Misserfolg leicht abzuwenden, ist Raymond Tischendorf überzeugt. Der Director Advisor bei der Experton Group hat die wichtigsten Stolpersteine aufgelistet.

1. Richtiger Zeitpunkt

Schon vor dem Start der Entwicklung einer IT-Strategie gibt es in den Unternehmen oft Bedenken, von denen manche durchaus berechtigt sind, so Tischendorf: "Eine IT-Strategie braucht in der Regel einen konkreten Anlass, damit dem IT-Leiter nicht vorgeworfen wird, er habe in den vergangenen Jahren geschlafen." Bester Anlass bei der Planung einer Strategie sei deshalb die Übernahme einer neuen Verantwortung. Innerhalb des ersten halben Jahres kann ohne weiteres ein Strategieprojekt aufgesetzt werden.

Wenn bereits eine IT-Strategie besteht, sollte das Projekt besser Fortschreibung oder Überprüfung genannt werden, rät Tischendorf. Ansonsten könnten die damals Beteiligten nicht mehr motiviert sein, mitzuarbeiten. Auch wenn der IT-Leiter seine Funktion schon länger ausübt, sei das kein Grund auf eine neue Strategie zu verzichten. Einen Anlass können in diesem Fall größere Veränderungen in der Organisation wie zum Beispiel Fusionen oder eine andere Ausrichtung des Unternehmens sein.

2. Bestandsaufnahme

Tischendorf empfiehlt jedem, der die Aufgabe übernimmt, dringend eine Bestandsaufnahme. Zahlreiche ProjekteProjekte hätten gezeigt, dass der IT-Leiter, wenn er selbst für die aktuelle Situation verantwortlich ist, die Ist-Situation gern verkürzt oder beschönigt darstellt. "Aber ohne Beschreibung des Ausgangspunktes kann keine IT-Strategie entwickelt werden“, so Tischendorf. Alles zu Projekte auf CIO.de

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