Mobile Application Management

Schutz vor Spionage und Datenmissbrauch

11. Juni 2014
Von Sebastian Wolters
Aufgrund mangelnder Schutzmechanismen sind Smartphones und Tablets die attraktivsten Ziele für Hacker- und Spionage-Attacken. Ein "Mobile Application Management" sorgt bei Unternehmen für eine sichere mobile Infrastruktur.

Unternehmen statten ihre Mitarbeiter zunehmend mit SmartphonesSmartphones oder TabletsTablets aus. Die neuen Kommunikationswerkzeuge sind allerdings nur halb so effektiv und attraktiv, wenn aus Sicherheitsgründen die Nutzung von Apps untersagt wird. Vom technikfernen Ansatz "Mitarbeiter werden vertraglich verpflichtet, Sicherheitsregeln bei der Nutzung ihrer Smartphones einzuhalten" bis hin zur technisch aufwändigeren "Trennung des geschäftlichen und privaten Bereichs" gibt es ein breites Spektrum an Möglichkeiten in unterschiedlich restriktiven Ausprägungen. Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

Unternehmen bewegen hierbei Fragen zum Arbeitsrecht, der Einhaltung und Erweiterung von Gesetzen und Richtlinien, Corporate Governance Kompatibilität, der Haftung oder der Verwaltung und Synchronisation der Geräte und Daten.

Die erste Herausforderung für CIOs und IT-Security-Verantwortliche entsteht durch die große Vielfalt an Endgeräten für die gängigen Betriebssysteme AndroidAndroid, iOS, Windows PhoneWindows Phone und BlackBerry. Sie kann durch moderne Mobile Device Management Systeme wie AirWatch, Mobile Iron, SAPSAP Afaria oder 7P mittlerweile komfortabel gelöst werden. Im Bereich der genutzten Software, den Apps, herrscht allerdings in den meisten Unternehmen ein undurchschaubarer Wildwuchs. Das Mobile Application Management wird deshalb zum zentralen Bestandteil einer ganzheitlichen Enterprise Mobility Strategie. Standardisierte Regeln und Kontrollen sind unumgänglich. Alles zu Android auf CIO.de Alles zu SAP auf CIO.de Alles zu Windows Phone auf CIO.de

Gefahren durch Apps auf Tablets und Smartphones im Unternehmen

Laut aktueller Zahlen verschiedener unabhängiger Testlabore steigt die Zahl der Sicherheitslücken und Schadsignaturen in Smartphone- und Tablet-Apps rasant. mediaTest digital und das Fraunhofer Institut haben kürzlich unabhängig voneinander Statistiken veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass jede zweite App über alle mobilen Betriebssysteme hinweg sicherheitskritisches Verhalten und Schadprofile aufweist.

Apps fehlt häufig die Transparenz im Umgang mit personenbezogenen Daten und erhobenem Nutzungsverhalten. Zudem wird Datensammlern und Spionen die Arbeit durch mangelnde Sensibilisierung der App-Nutzer sowie fehlenden Schutzmechanismen begünstigt. Für Unternehmen bedeutet die massenhafte und teils ungeschützte Übertragung sensibler Daten ein enormes Risiko, da unternehmensinterne Informationen in die falschen Hände gelangen. Aktuelle Enthüllungen rund um die NSA und andere Geheimdienste unterstreichen, in welchem Umfang Personen- oder Unternehmensbezogene Daten erhoben und ausgewertet werden.

Die typischen Schadprofile und Sicherheitslücken in öffentlich zugänglichen Apps sind breit gefächert. Sie beginnen bei der ungefragten Einräumung von Berechtigungen und Zugriffen auf sensible Informationen wie Kontaktdaten, E-Mails, Passwörter, Kreditkartendaten, Kalendereinträge oder Standortdaten. Hinzu kommen Sicherheitslecks wie der unverschlüsselte und ungefragte Versand von Daten.

In vielen Fällen werden die Daten an Werbenetzwerke und Trackinganbieter geleitet - ohne Zustimmung der Nutzer und somit auch ohne Wissen des Arbeitgebers. Hinzu kommen bekannte Schadsignaturen wie MalwareMalware und Viren, die insbesondere bei Android-Geräten weit verbreitet und schwer kontrollierbar sind. Alles zu Malware auf CIO.de

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