Strategien


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Sechs Social-Analytics-Tools im Vergleich

Jan Sedlacek ist bei Goldbach Interactive Berater und verantwortlich für Social Media Monitoring Projekte. Neben Beratungserfahrung hat er massgeblich die jährlichen Toolreports ausgearbeitet und mitgeprägt.
Stephanie Wörmann verantwortet als Social Media Beraterin den Bereich Social Media Tools & Analytics bei Goldbach Interactive. Sie prägt die langjährige Erfahrung bei einem weltweit tätigen Anbieter von Lösungen für Online Medienbeobachtung, Social Media Monitoring & Marketing.
Tobias Lehr hat das Social Media Team von Goldbach Interactive mit aufgebaut und leitet das Team heute. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt neben der strategischen Beratung und Führung von Kunden in den digitalen und sozialen Netzwerken.
Die besten von über 300 Beobachtungswerkzeugen haben im Performance-Test unterschiedliche Stärken gezeigt. Je nach Einsatzland oder Art der Datenquelle - Twitter, Blogs, News, Foren - empfiehlt sich ein anderes Tool.

Social-Media-Monitoring-Tools helfen Unternehmen, einen Überblick über ihre Präsenz im Social Web zu erhalten, sie zu analysieren und auf dieser Basis den Dialog mitzugestalten. Das richtige Tool für die individuellen Anforderungen zu finden ist jedoch nicht einfach. Der folgende Test machte vor allem quantitative Unterschiede der ToolsTools deutlich. Folgende Softwarewerkzeuge (in alphabetischer Reihenfolge) haben sich dem Test gestellt: Alles zu Tools auf CIO.de

Um die Vergleichbarkeit der Tools zu gewährleisten, galt es darauf zu achten, die Ergebnisse nicht durch das Setup des Tests zu verfälschen. Aus diesem Grund wurden einfache Suchbegriffe (Queries) mit zwei international erfolgreichen Markennamen herangezogen, die trotz ihrer Bekanntheit ein überschaubares Volumen an Meldungen aufweisen. Der Testzeitraum erstreckte sich vom 12. bis zum 19. November 2013. Um eine identische Grundvoraussetzung zu gewährleisten, wurde dabei sichergestellt, dass die Testzugänge nicht durch Beschränkungen beim Datenvolumen limitiert waren. Folgende Aspekte wurden im Rahmen des Performance-Tests untersucht:

  • Datenvolumen,

  • Quellenabdeckung,

  • Tonalität,

  • Reaktionszeit.

Analyse des Datenvolumens

Durchschnittlich fanden die sechs getesteten Social-Media-Monitoring-Tools im World Wide Web 164.866 Beiträge zum Suchbegriff 1.
Durchschnittlich fanden die sechs getesteten Social-Media-Monitoring-Tools im World Wide Web 164.866 Beiträge zum Suchbegriff 1.
Foto: Goldbach Interactive (GBI)

Weil sich die Menge der Plattformen stetig verändert, ist es fast unmöglich, die tatsächliche Zahl der Quellen zu schätzen, die sich täglich zu diesen Marken äußern. Monitoring-Tools helfen, die Meldungen zu überblicken und möglichst alle Plattformen im Web abzusuchen. Eigentlich sollte die Zahl der Erwähnungen zu einem bestimmten Suchbegriff, beispielsweise einer bestimmten Marke, bei allen Tools gleich sein. Überraschenderweise fanden die getesteten Tools jedoch sehr unterschiedlich viele Meldungen - das Datenvolumen der gefundenen Tweets war relativ ähnlich, die Nennungen in Blogs, News und Foren divergierten aber stark.

Durchschnittlich fanden die Tools 164.866 Beiträge zum Suchbegriff 1 und 23.684 Beiträge zum Suchbegriff 2. Das Tool mit den meisten Ergebnissen entdeckte 60 Prozent mehr Beiträge als jenes mit den wenigsten Ergebnissen. International fand Talkwalker die meisten Ergebnisse. Für die Schweiz lieferte Brandwatch am meisten.

Den zweiten Suchbegriff fanden die Tools durchschnittlich 23.684 Beiträge zum Suchbegriff 2. Die Unterschiede waren insgesamt beträchtlich. Das Werkzeug mit den meisten Ergebnissen fand 60 Prozent mehr Beiträge als jenes mit den wenigsten Ergebnissen.
Den zweiten Suchbegriff fanden die Tools durchschnittlich 23.684 Beiträge zum Suchbegriff 2. Die Unterschiede waren insgesamt beträchtlich. Das Werkzeug mit den meisten Ergebnissen fand 60 Prozent mehr Beiträge als jenes mit den wenigsten Ergebnissen.
Foto: Goldbach Interactive (GBI)

Whitepaper: Social Networks einführen in 5 Schritten

Whitepaper: Social Networks einführen in 5 Schritten - Foto: Sergej Khakimullin/ShutterstockIn fünf Schritten erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Bereiche, an die Sie bei der Einführung eines sozialen Netzwerks im Unternehmen denken sollten. Auch erfahren Sie, wie Sie Management und Kollegen einbinden, Hindernisse überwinden und die Vorteile für alle erlebbar machen können.

Interessant war die Abweichung der Treffer zwischen den beiden Suchbegriffen, die durch die unterschiedlich starke Abdeckung von fachspezifischen Quellen verursacht sein kann. Anzunehmen ist, dass die Zahl der Treffer - und damit eine Rangfolge nach Zahl der Nennungen - sich bei anderen Suchbegriffen wieder verändert. Allerdings zeichnete sich eine Tendenz ab, welche Tools über einen starken Crawler und damit über eine umfangreiche Quellenbasis verfügen.

Die rein quantitative Betrachtung des gemessenen Datenvolumens reicht jedoch nicht aus. Genauso wichtig ist die Qualität gefundener Beiträge. Sind Treffer, die ein Tool ausgibt, irrelevant (Spam) oder falsch kategorisiert (Land, Quelle), wird ein Tool in der Praxis kaum überzeugen. Die stichprobenartige Kontrolle zeigte: Radarly und Brandwatch weisen im Bereich der richtigen Länderzuordnung noch Verbesserungspotenzial auf.

Tipp: Erkundigen Sie sich vor der Wahl eines Monitoring-Tools beim Anbieter, ob Firmen aus dem entsprechenden Industriezweig und der gleichen Region das Tool bereits im Einsatz haben. Dies kann Hinweise auf die Relevanz der Datenbasis des Anbieters geben.

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