CIOs sollten nicht auf jede neue Technologie hereinfallen

Seltener ROI bei VoIP-Projekten

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Immer mehr Partner und immer mehr Kunden müssen mit dem Unternehmen vernetzt werden, und das an Standorten weltweit. Kein Grund für CIOs, immer mehr Geld für Netzwerke auszugeben, stellen die Analysten von McKinsey klar. Und Voice over IP brauche auch nicht jeder. Ihr Tipp: Ein genauer Blick darauf, welche Art von Netzwerk für welche Inhalte genutzt werden soll, senkt die Kosten.
95 Prozent der Inhalte, die in den Netzen transportiert werden, brauchen kein MPLS.
95 Prozent der Inhalte, die in den Netzen transportiert werden, brauchen kein MPLS.

Das Zauberwort von der StandardisierungStandardisierung hat für die Analysten beim Thema NetzwerkeNetzwerke den Glanz verloren. Ihr Einwand: Standardisieren heißt zu oft, Internet Protocol-Technologien (IP) einzuführen, vor allem Multiprotocol Label Switching (MPLS). Und das sei meist so teuer wie überflüssig. Alles zu Netzwerke auf CIO.de Alles zu Standardisierung auf CIO.de

Der Grund: 95 Prozent dessen, was durch die Netze geschickt wird, sind E-Mails, Internet Browsing und Geschäfts-Anwendungen. Lediglich fünf Prozent sind Voice- und Video-Inhalte, die wirklich MPLS erfordern. Und durch die sinkenden Preise in der Telekommunikation sind herkömmliche Systeme so günstig geworden, dass eine Investition in Voice over IP reiflich überlegt werden sollte.

Als Alternative bieten sich Virtual Private Networks (VPN) oder der Zukauf von Bandbreite durch Metropolitan Area Networks (MAN) an - nicht selten für ein Fünftel des Preises von MPLS zu haben.

Dabei zahlt es sich allerdings kaum aus, ein komplettes Netzwerk von einem Anbieter zu kaufen. Ein Blick auf die Preise lokaler oder regionaler Anbieter lohnt sich, so die Analysten.

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