450 Teilnehmer auf der 6. Shared Service Week

Shared Service Center vor neuen sportlichen Aufgaben

Horst Ellermann ist Herausgeber des CIO-Magazins.
Die Idee von Shared Service Centern (SSC) etabliert sich zunehmend auch in Europa. Nachdem der internationale Konferenzveranstalter IQPC bereits die zehnte Shared Service Week in den USA abgehalten hat, eröffnete Chairman Kevin Simmons von Atos Consulting die sechste europäische Shared Service Week in Amsterdam. Teilnehmer sind neben IT- und HR-Verantwortlichen vor allem Finanzexperten, die das Shared Service Konzept auf Facility Management, Procurement und die Supply Chain ausdehnen möchten.

Es gebe mittlerweile mehr Firmen, die ein Shared Service Center betreiben, als solche, die alle ihre Aufgaben dezentral lösen, konstatierte Simmons. Die Definition eines SSC bleibt dabei freilich schwammig. So konnte auch der erste Keynote Speaker Mike Power, COO vom Organisationskommitee der Olympiade in London, überzeugend vermitteln, dass die olympischen Spiele die "älteste Shared Service Organisation der Welt" sind. Man habe die Bedürfnisse von 10.500 Athleten, 7.000 Sponsoren, 2.000 Schiedsrichtern sowie zahlreicher Repräsentanten des internationalen olympischen Komittees (IOC) mit nur einem Supplier zu befriedigen. "Und alle wollen alles sofort", sagte Power, der darin eine der wesentlichen Parallen zu seiner Arbeit als ehemaliger Manager von Procter & Gamble sieht.

Desweiteren hat Power zehn weitere Parallelen ausfindig gemacht, die die Londoner Olympia-Veranstalter wie ein ganz normales SSC erscheinen lassen:

1. Am Anfang müssen die richtigen (Veranstaltungs-) Orte für die neue Organisation gefunden werden.

2. Verschiedene Produkte müssen zusammengefasst werden. Alle Schwimmer, Reiter und Fechter nehmen für sich in Anspruch, unvereinbare Geschäfte zu betreiben.