Firewall und Virenschutz sind zum Standard geworden

Sicherheits­richtlinien werden oft nicht wahrgenommen

28. Oktober 2004
Von Detlef Scholz
Knapp 70 Prozent aller kleinen und mittelständischen Firmen hatten in den vergangenen zwölf Monaten mit Viren, Würmern und Trojanern zu kämpfen. Fast jede zweite erlebte mindestens einen Systemausfall aufgrund eines technischen Defekts. Das sind Resultate einer Befragung des IT-Beraters Timekontor.

Mit Systemausfällen durch Bedienungsfehler musste sich fast jedes vierte Unternehmen herumplagen. Ausfälle durch falsche Bedienung nehmen damit den dritten Rang unter den Ursachen für Systemausfälle ein. Mangelhafte Datensicherung machte jeder fünften Firma zu schaffen.

Die Befragung fördert zudem zutage, dass Sicherheitsrichtlinien oft nicht von den Mitarbeitern gelesen werden. Nur in jedem zweiten Unternehmen waren die Mitarbeiter mit den Vorschriften vertraut. Dieser Wert lag im Vorjahr noch bei fast 60 Prozent. Vor allem große Unternehmen mussten zugeben, dass bei weitem nicht alle Mitarbeiter Kenner der Sicherheitsrichtlinien sind. Allerdings gilt auch: Je größer die Firma, desto regelmäßiger werden die internen Sicherheitsrichtlinien überprüft.

Knapp drei Viertel der Firmen sehen im mangelnden Problembewusstsein der Nutzer den Hauptgrund für die fehlende umfassende IT-Sicherheit. Enge Budgets machten zwei Drittel der Verantwortlichen mitverantwortlich. Ungenügende Transparenz von Kosten und Nutzen bei den IT-Investitionen spielen bei jedem zweiten Unternehmen eine Rolle.

Anbieter haben Hausaufgaben gemacht

Die Hersteller von IT-Sicherheitskomponenten scheinen der Umfrag zufolge ihre Angebote an spezifische Kundenbedürfnisse ausgerichtet zu haben. Jedenfalls bemängelten die IT-Entscheider in diesem Jahr nicht, wie noch 2003, das Fehlen branchenspezifischer Lösungen.

Knapp 98 Prozent der befragten Firmen haben einen zentralen Virenschutz eingerichtet. Mit 94 Prozent ist auch der Unternehmensanteil sehr hoch, die eine Firewall und/oder ein Intrusion-Detection-System nutzen. Verschiedene Formen der Datensicherung werden in knapp 95 Prozent aller Unternehmen angewendet. Mit diesen Prozentsätzen zählen die genannten Sicherheitsvorrichtungen heutzutage zur Standardausstattung bei der IT-Sicherheit.

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