Es fehlt an Compliance, Messbarkeit und Spielräumen

Sieben Thesen zur Prozessoptimierung

17. September 2007
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Das Gros der Unternehmen steckt seit geraumer Zeit jede Menge Zeit, Geld und Personal in die Optimierung von Geschäftsprozessen. Dennoch hat der Lösungsanbieter Process Square ermittelt, dass nach wie vor mehr als die Hälfte der Fachbereichs-Manager über die Qualität der Abläufe klagen. Mit sieben Thesen will das Software-Haus den Firmen helfen, die Probleme zu erfassen und zu meistern.

Karsten Königstein, Geschäftsführer von Process Square, nennt die folgenden sieben Stellen, an denen es am meisten hakt:

  • 1.) Standard-Prozesse bilden Abläufe in Fachbereichen unzureichend ab: Die Wurzel dieses Übels ist die oftmals stark fragmentierte IT-Infrastruktur. In den Fachbereichen laufen viele komplexe Vorgänge deshalb abseits der Standard-Prozesse ab. Es bilden sich Inseln, die allesamt große Bedeutung für das Ganze haben, aber füreinander nur schwer zugänglich sind. ERP-Systeme haben laut Königstein daran wenig geändert: Erstens bieten sie nicht durchgängig überzeugende wirtschaftliche Lösungen und zweitens bilden sie nur Teilprozesse ab.

  • 2.) Fachabteilungen vermissen Freiheiten: Für die Planung und Realisierung von Prozessen ist meist alleine die IT-Organisation verantwortlich, der Fokus ist entsprechend technisch. Das drängt die anderen Abteilungen in eine zeitraubende Abhängigkeit. Eigene Anforderungen können ohne Ressourcen und Engagement der IT nicht umgesetzt werden. Process Square fordert deshalb mehr Spielräume für die Fachabteilungen.

  • 3.) Der manuelle Aufwand ist immer noch zu hoch: Allen Anstrengungen in Richtung Automatisierung zum Trotz prägt Doppelarbeit in vielen Unternehmen nach wie vor den Alltag - so ärgerlich das ist. Königstein empfiehlt Software-Tools zur automatisierten Steuerung und zitiert eine Gartner-Analyse, nach der Firmen dadurch ein Drittel der Ressourcen einsparen können.