US-Kompressorenhersteller

Siemens plant Übernahme von Dresser-Rand

19. September 2014
Der Münchener Dax-Konzern bereitet ein Angebot für den US-Kompressorenhersteller Dresser-Rand vor. Mehr als 6 Milliarden Dollar ist Siemens bereit zu zahlen. Doch es gibt weitere Kaufinteressenten.

Zwischen dem früheren Siemens-Chef Peter Löscher, inzwischen Verwaltungsratspräsident des Schweizer Sulzer-Konzerns, und seinem Nachfolger an der Siemens-Spitze, Joe Kaeser, bahnt sich ein milliardenschweres Bieterduell um den Kompressorenhersteller Dresser-Rand an: Nach Informationen von manager-magazin.de sind auch die Vorbereitungen von Siemens, Dresser-Rand zu übernehmen, sehr weit gediehen.

Siemens wolle mehr als 80 Dollar je Aktie für den texanischen Kompressorenhersteller bieten, berichtet manager-magazin.de unter Berufung auf Verhandlungskreise. Insgesamt würde der Deal die Münchener damit mehr als 6,1 Milliarden Dollar kosten, umgerechnet mehr als 4,7 Milliarden Euro. Es sei wahrscheinlich, dass Siemens seine konkrete Offerte in den nächsten Wochen vorlege, heißt es in Verhandlungskreisen. Ein Siemens-Sprecher lehnte einen Kommentar ab.

Sulzer hatte am Mittwochabend Kaufgespräche mit Dresser-Rand bestätigt. Löscher wie Kaeser entsenden derzeit regelmäßig ihre Verhandlungstrupps nach Paris, so manager-magazin.de. Dort ist der Verwaltungssitz des US-Konzerns und auch das Büro von Vorstandschef Vincent Volpe, die Hauptproduktionsstätte Dresser-Rands liegt in Texas. Sulzer wie Siemens wollen mit dem Kauf des Zulieferers für die Öl- und Gasindustrie vom US-Boom bei der Förderung von unkonventionellem Öl und Gas (Fracking) profitieren.

Das Siemens-Gebot entspräche im Vergleich zum Dresser-Schlusskurs vom Dienstag einem Aufschlag von mehr als 18 Prozent. (rs)

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