Hamburger IT-Strategietage


IT-Strategietage 2017

Siemens sieht Individualisierung als Treiber der Digitalisierung



Florian Maier beschäftigt sich mit diversen Themen rund um Technologie und Management.
Die Digitalisierung bietet neue Möglichkeiten für Industrie-Anwendungen. Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG, gab in seinem Vortrag auf den Hamburger IT-Strategietagen Einblicke, wie Unternehmen die Transformation meistern können.
Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG, sprach auf den Hamburger IT-Strategietagen.
Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG, sprach auf den Hamburger IT-Strategietagen.
Foto: Foto Vogt

Durch Entwicklungen wie den Mars-Roboter (der zunächst virtuell in Betrieb genommen wurde), Technologien wie die additive Fertigung und die Herausbildung von Ökosystemen (Internet of Things) steigt die Bedeutung von Daten - und ganz besonders ihrer Korrelation.

Als Beispiele für die Umwälzungen in der IndustrieIndustrie führte Helmrich unter anderem den Automotive-Sektor an, dessen Fertigungsprozesse nicht nur durch die steigende Modell- und Ausstattungsvielfalt, sondern auch durch neue Antriebskonzepte zunehmend komplexer werden. Top-Firmen der Branche Industrie

Ein weiterer wesentlicher Faktor sei dabei das Kundenverhalten, das sich durch die Etablierung der Technologien im Alltag wesentlich verändert hat, so Helmrich: "Die Individualisierung steht im Vordergrund und das hat Einfluss auf die Produktion".

Diese Individualisierung von Produkten sorgt laut Helmrich für eine Produktvarianz, die beherrscht und im Sinne von "Time to market" abgebildet werden müsse. Die Antwort auf diese Herausforderungen sieht der SiemensSiemens-Manager in der umfassenden DigitalisierungDigitalisierung: "Nur, wenn Sie ihre Produkte von Anfang an virtuell mit Daten beschreiben und simulieren können und ihren kompletten Fertigungsprozess digitalisiert haben - also einen digitalen "Twin" geschaffen haben - sind Sie in der Lage, flexibel auf die Kundenbedürfnisse eingehen zu können. Anders geht es nicht". Top-500-Firmenprofil für Siemens AG Alles zu Digitalisierung auf CIO.de

Keine Industrie 4.0 ohne IT-Sicherheit

Das Ziel müsse sein, die individuellen Kundenwünsche Ende-zu-Ende abbilden zu können. Dazu sei es nötig, ein Ökosystem für individualisierte Kundenwünsche zu etablieren. Der IT-StrategieIT-Strategie kommt dabei eine wesentliche Bedeutung zu: "Sie brauchen eine Kollaborationsplattform im Unternehmen, die es ihnen ermöglicht, alle technischen Daten end-to-end zu managen. Sie brauchen eine Gesamtstrategie und dafür ist der Blick des IT-Verantwortlichen wesentlich." Alles zu Strategien auf CIO.de

Der Siemens-Konzern, so Helmrich weiter, setze für die Umsetzung auf das "Digital-Enterprise"-Konzept, das im Wesentlichen eine Kombination aus Automatisierung, Software und SecuritySecurity darstellt. Gerade die IT-Sicherheit ist in Sachen Digitalisierung, beziehungsweise Industrie 4.0Industrie 4.0, ein wesentlicher Faktor: Ohne ein durchgängiges IT-Security-Konzept könne man es sich nicht erlauben, Maschinen und Anlagen an die Cloud zu hängen oder irgendjemand von außen auf internes Know-how oder Applikationen zugreifen zu lassen. Alles zu Industrie 4.0 auf CIO.de Alles zu Security auf CIO.de

"Wenn Sie in die Digitalisierung des Unternehmens gehen, dann ist das Chefsache", stellte Helmrich klar. "Es bedarf einer Fokussierung, Investitionsbereitschaft, einer klaren Roadmap und klarer Verantwortlichkeiten - deswegen muss das Teil der Gesamtstrategie eines Unternehmens sein."

Für eine erfolgreiche, digitale Transformation komme insbesondere der IT-Abteilung eine besondere Bedeutung zu, weiß der Siemens-Mann: "Sie ist der entscheidende 'Backbone', damit wir das alles zusammenkriegen."

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