"Es geht darum, Entscheider zu werden"

Sinn und Unsinn der universitären Manager-Ausbildung

26. Mai 2008
Von Karsten Langer
Wie werden aus begabten Studenten gute Manager? Stephan A. Jansen, Gründungspräsident der privaten Zeppelin Universität, erklärt, was künftige Entscheider können müssen, mit welchen Methoden sie ihre Fähigkeiten ausbauen und wie sie andere von ihren Ideen überzeugen.

Was unterscheidet die Zeppelin Universität (ZU) von herkömmlichen Business Schools?

Die Zeppelin Universität ist ein Ort der bedingungslosen Frage; ein Ort, an dem man der Idee misstraut, dass Wirtschaftswissenschaften für die Bildung von Managern taugt. Wir fokussieren auf die Schnittstellen von Wirtschaft, Kultur und Politik zur Gesellschaft. Das ist nicht innovativ, sondern gut 800 Jahre alt - wir sind wohl eher eine "Old School".

Business Schools haben den Anspruch, Handlungsanleitungen für das Management zu vermitteln, sie versprechen damit die Wahrscheinlichkeit der KarriereKarriere. Diesen Ansatz halten wir für überholt. Management kann man nicht ausbilden, das belegen erfolgreiche, nicht-akademische Unternehmer. Alles zu Karriere auf CIO.de

Dieses Interview erscheint mit freundlicher Genehmigung von manager-magazin.de.
Dieses Interview erscheint mit freundlicher Genehmigung von manager-magazin.de.
Foto: manager-magazin.de

Wenn es nicht um Karriere geht, worum geht es dann?

Universität muss Theorien über das Entscheiden im Management und deren Kommunikation unter der Bedingung der Komplexität und Unsicherheit anfertigen.

Es muss uns wohl als Universität immer darum gehen, die großen gesellschaftlichen Herausforderungen theoretisch präziser zu beschreiben, den bisherigen Modellen zu misstrauen und dann multidisziplinär, also praktisch Entscheidungsmöglichkeiten zu analysieren. Egal ob in Politik, Wirtschaft, MedienMedien oder Kultur - die Studenten müssen sich am Ende eines Studiums zutrauen und die Kraft haben, Verantwortung für diese Herausforderungen zu übernehmen, etwas zu verändern und damit natürlich auch aufzufallen. Letztlich sind gute Manager - egal, ob in Wirtschaft, Kultur oder Politik - Agenten der Transformation von Unwahrscheinlichkeiten in Wahrscheinlichkeiten. So wie Graf von Zeppelin. Top-Firmen der Branche Medien

Zur Startseite