CIOs scheuen hohen Aufwand

SLAs - unbeliebt und ungenutzt

19. August 2008
Von Alexander Galdy
Die Meinungen über Service Level Agreements (SLAs) gehen immer noch deutlich auseinander: Die einen Unternehmen nutzen diese bei Netzwerk-Services immer häufiger als Frühwarnsystem und zum Kosten sparen. Die anderen stehen ihnen weiterhin eher skeptisch gegenüber: zuviel Aufwand und am Leben vorbei.

In den meisten Firmen sind zwar SLAs für die Netzwerkdienstleistungen vorhanden. Ein Großteil der Unternehmen lebt sie aber nicht ausreichend aus. Das hat der Dortmunder Software-Anbieter Comco mit einer Studie herausgefunden.

Drei Viertel der befragten Betriebe verfügt laut dem Report über SLAs für den Netzwerkbereich. Bei jedem Dritten bestehen sie allerdings nur für Teile und nicht für die gesamte IT-Infrastruktur. 27 Prozent verzichten komplett auf Leistungsvereinbarungen mit ihrem Service-Partner.

Doch selbst in den Fällen, in den SLAs bestehen, wird oft Potenzial verschenkt: Ein Drittel nutzt sie gar nicht als Steuerungselement und rund ein Viertel nur hin und wieder. Nur 18 Prozent der befragten IT- und Netzwerkverantwortlichen verwenden die SLAs permanent im Sinne des Erfinders.

Zu dieser Praxis steht laut Studie im Widerspruch, dass SLAs durchaus von den meisten als nützlich empfunden werden: So sehen rund drei Viertel der Befragten einen Vorteil darin, dass so die Vereinbarungen über die Leistung eine konkrete Basis bekommen. Ebenfalls als positiv sehen zwei Drittel, dass SLAs wirksame Impulse liefern. Das gilt für die Messbarkeit von Leistungsschwächen und für die Steigerung der Service-Qualität.