Projekt für Pflegekräfte

Smartphone dokumentiert die Arbeit

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Die Stadt Stockholm ermöglicht rund 2000 Pflegekräften per Smartphone Zugriff auf Informationen. Die Vor-Ort-Dokumentation erlaubt ihnen mehr Zeit für die Betreuung.

Für fast 2000 Pflegekräfte in der schwedischen Hauptstadt Stockholm gehört ein Smartphone zum täglichen Arbeitsmittel. Die von dem IT-Dienstleister Tieto umgesetzte Lösung bietet den Nutzern den Zugriff auf alle benötigten Informationen.

Ambulante Pflegedienstleistungen für ältere Menschen werden Stockholm von rund 5000 Pflegekräften erbracht, die entweder von einem der 30 öffentlichen Pflegedienste oder von einem der rund hundert privaten Anbieter beauftragt werden. Zusammen versorgen die öffentlichen und privaten Anbieter knapp 30.000 Menschen in der Hauptstadt.

Pfleger bekommen mehr Zeit für ältere Menschen, durch die Dokumentation per Smartphone.
Pfleger bekommen mehr Zeit für ältere Menschen, durch die Dokumentation per Smartphone.
Foto: Barmer GEK

„Die Idee, eine mobile Lösung für die Dokumentation sowohl für öffentliche als auch für private Anbieter in der Altenpflege zur Verfügung zu stellen, wurde schon seit Jahren diskutiert", sagt Stefan Carlson, Leiter Technische Entwicklung und Verwaltung in der IT-Abteilung der Stadt Stockholm. Nach einer öffentlichen Ausschreibung wurde im Jahr 2007 der Dienstleister damit beauftragt, einen Mobilfunkdienst für ganz Stockholm einzurichten. Ziel war, Pflegekräften und „Leistungserbringern" das Leben zu erleichtern und den Angehörigen über die Website der Stadt einen Zugang zu verschiedenen elektronischen Diensten zu erlauben.

2000 Smartphones im Einsatz

„Heute sind fast 2000 Smartphones täglich im Einsatz", sagt Carlson, der die Lösung während der „World of Health IT"-Konferenz in Kopenhagen präsentierte. Die Smartphones arbeiten mit der Paraga Software, die auf einem Programm von Tieto basiert. Paraga kommuniziert über das Mobilfunknetz mit dem Dokumentationssystem des Pflegedienstes, Para Sol, und zugleich mit dem Dokumentationssystem Para Ply, das die Stadtverwaltung nutzt.

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